86
Helvetischer Kll'chengeschrchten
sr.CG. ——-. . —— -
»522. ;u Werningen: M.Wernher Steiner von Zug/Priester: M. Leo Iud/Evangs. Pfarrer zu Einsidlen: M. Erasmus Schmid / Chorherr zu Zürich/im«um fin. Grossen Münster: Hans Schmid / Caplan daselbst: Simon Stumpftdet aller Pfarrer zu Höngg: Jos Kilchmejer / Chorherr zu Lucern: Ulrich Pfi-kana- ' stcr/Pfarrer zu Wer: Caspar Großmann/Predicant imSpitahl zu^ ^' Zürich: M. Ulrich Zwingli / Pfarrer zum Grossen Münster in Zürich.Bey solchem Widerstand/ einen dergleichen Brieff/ an einen solchenPrälak/eigenhändig unterschreiben/ war ein Unterfangen / welches diealte und heutige Welt billich zu Bestürzung bringt (mm). So daßAuch Wi- Ioh. Zimmermann (XyloreNus), eines ansehenlichen Geschlechts vonverstand. Lucern / Chorherr zu Lucern und Münster (nnn) / der allbereit in einheimliches Eheversprechen sich eingelassen hatte / doch mit thränendenAugen/wegen solcher Unterschrifft sich gegen Zwinglium entschuldiget(nn). Zwahr ist einer und der ander/mcht ungeschlagen auß dieser Sach;doch ist keiner deßwegen in sonderliche Ungelegenheit kommen: in demeunder vielen Widersprecheren / dort und hie / auch Verfechters des E-Zu Ein- vangelii gewesen. Zu Einsidlen / als dem Ort / woselbst diese Predigerstdlen. ws H. Evangelii/deßwegen sie sich Evangelisten genennet/sich bey An^.las dieses Geschaffts besamlet/hatten sie alle Sicherheit/dahin zugehen/und dort zuwohnen. Als diß Jahrs daselbst/ein sogenantes Engelweih-Fest gehalten worden/hat Zwinglius/nebst CommenthurSchmid/aufAnsuchen des von GeroldSegk / ein und andermahl geprediget / und vil-leicht diejenige Predig gehalten/in welcher er die Verleumdung/daß erdie H.Jungfrau verkleinere/widerlegt(n). Gesagter ^äminilirLror-,erzeigte sich sehr eiferig. Er dankte Gott/ daß es so wol bey ihm stehe;^ ersuchte anbey Zwinglium / daß selbiger eine Formul aufsetze / deren ersich bey Einweihung der Priesteren bedienen könne: mit dem Anhang:welcher die heilsam tröstlich Lehr Jesu Christi / nichtmit Treuen lehre/dem werde keine Bestätigung helfferr(o). Als Freyenbach am Zürichsee / diß Jahrs keinen Pfarrer hatte/hat der von Geroldsegk / den Geörg Stehelin / Helffer zu Zürich undLandmann von Schweitz dahin beförderet. Dieser predigete zu seinerZuhöreren/auch deren von Schweitz/so dann und wann in dessen Pre-dig geritten/so gutem Vernügen/daß er die Hoffnung geschöpft/in sel-bige/Landgegne viel gutes zuschaffen. Demnach aber Franz Zingg ge-heurahtet/ ist selbigem zugleich Freyenbach anvertrauet worden: wel-
ches/
(mm)(nnn) Lollin. Vit. ^Ilc. Hotttn^.H. L. VI. (nn) 81 :
(n) 2 iuntzl. Oj> 1 °. l. 148. z4r.i1. (o) Uolliaz. II.L.VI. zSS. ex LxiÜ. xotioam. §. §.