Sechstes Buch.
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ftn. Demnach hat er sich um einen guten Mitarbeiter beworben: riam< 1522.lich Leonem Jud^. Als ein Mönch vonRüki/zn Zürich bey S-Pe- Leo Ard/ter/seine erste Meß halten solte/ schrieb Zwinglius am 22. ^laji.,Leoni/
Pfarrer zu Einsidlen/ er solte kommen/und bey solcher Gelegenheit pre-digen. kroclerir iä Lonlilii plunmüm aä nollrum propoürum. krr-cienclum enim mteräum, ^uocl minime velis, ut guoü maxims ve-
1is,sliciusnclo sec>u3wr(3). Werde ihn dessen nicht gereuen. Wohiner aber abziele/hat er ihm verhalten. Demnach Leo erschienen/und einund ander mahl geprediget/hat er der Gemeind (als welche das Wahl-recht hat) so wol gefallen/daß sie ihn/an statt ihres/wegen Alters un-tüchtigen Pfarrers / Rod. Röschleins/ Sonntag vor Pfingsten erweh-let. Hat aber die Stell erst mit Liechtmeß folgenden Jahrs angetrek-ten. So daß wir Mönch Hartmann abermahl die Hand im Sacker-witschk; wann er schreiben dörffen/dieser Leo seye von Einsidlen puliusweggejagt worden (b). Demnach dann Myconius zu Lucern nichtmehr zubleiben gehabt / hat ihn der von Geroldsegk/nicht ohne Lobl.
Orts Schwatz Vewilligung/angenommen / um den Mönchen/ Ideo-logische l^Niones zuhalten/wie Leo auch gethan. Folgenden Jahrs undMy'ist Myconius/zu seiner sonderlichen Freud/mcht ohne des ^üminittrr- conms,wris Betrübnuß/gen Zürich beruffen worden/der Schul bey dem Frau- W Z"'Münster vorzustehen (c). Wie aber die Schul zu Zürich / und das UL.Schulwesen insgemein beschaffen gewesen/ist außThom«Plateri cu-rieuler Lebensbeschreibung/und mit Nammen auß dem zuersehen / daßgesagter Platerus/nachdem er wenigst neun Jahr/den meisten Teut-schen Schulen bis in Preussen nachgezogen / doch bey Myconii An-kunfft gen Zürich/ den vonamm (welchen er/und zwahr kürzlich/inJoh. Sapidi Schul zu Schlettstatt erlehrnet) von Wort zu WorkaußwkNdig/doch kein klomen prima- üeclinarioms üeclinieren können/sonder als er allbereit sein zwanzigstes Jahr hinder sich gelegt; erst vonMyconio darinn unterrichtet worden (cc). Um die Kirch und dero reineLehr/auf einen vesieren Fuß zusetzen/und auf die Nachwelt fortzupflan,zen; war Zwinglius bedacht/eine Schul aufzurichten/und suchte Män- Schul Zuner/welche gelehrt/auch tüchtig weren andere zulehren. Maassen diß »urech.Jahr die Hebräische Spraach durch Ceporinum öffentlich gelehrt wor-den ; und eine zimliche Anzahl anderer Gelehrten sich zu Zürich befun-den/welche zu gemeiner Erbauung und Unterweisung der Jugend/sehrdienlich gewesen (ä).
n ij Mit-
(a) Vir. I-con. LIKr. (l>) AnnLl. Zrem. 447. (c) ^iüol-^cou.
(cc) (<i) VI. ;x4-