Sechstes Buch. roy
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er aber wahrgenommen/ daß Lsmbardus alles auß den Vatteren zusa- 152z.
samen gerasplek: hat er die Schrifften Chrysostomi und anderer Vät-tcren zur Hand genommen / und sie reiner als Lombardum befunden.
Er hat auch Lutheri Schafften gelesen. Die bedunkten ihn gleich/dmVärteren näher kommen / als Lombardus. Insonderheit find ihm dieneulich außgegangene l-ociLommunes ^lelsncbrkonjs.wol zustattenkommen. Weilen dann diese und die Völker/aufdie H.Schrifft sichbezogen/hat er sich auf die H. Schrifft gelegt/und durch Gottes Gnaddie Römischen Irrthümer darauß erkennt. Diese Bücher wurden ihmgereichet / auß der Bibliothek deren Cölnischen Prediger-Mönchen/'durchGeörg Diener/gebürtig von Elgg/Zürichgebiets/so hernach Or-dens-provinci»! geworden seyn solle. Lbr. 1522. würd er zuCöln/
Meister der freyen Künsten: reisete heim/und nachdem er fast ein Jahrdaselbs mit studieren zugebracht / hat ihm Abt Jener seine Schul an-getragen / da er am 17. Tag Jenner zuunterweisen angefangen (x).
Seine Zuhörer waren derAbk/dieConvent-Herren/und wer da wolte.
Dann weilen wenig Mönchen/die doch den Gottesdienst in LatinischerSpraachverrichketen/Latinisch verstanden/hat er inTeutscher Spraach/Vormittag eine Stund lang/Lrssmi ksraclesm, hernach dessen Lom-pcnciium.auch ^lAncknKonis L.ocos: in der anderen Stund hat erdie H. Schrifft erklährt: Nachmittag/ hat er die Latinische Spraachund freye Künste vierSttmdlang getrieben. Von seinem/sechs Jahrlang/an diesem Ort angewendetem Fleiß/zeugen neben dieser orclin-rrkArbeit/ seine vielfältig getruckte/und nach ungetruckte Bücher/welcheer zu Cappel geschrieben.
Wonnek/?roieilor der Artzney zu Basel/liesse sich wider anderer Hinder«Päpstleren Weist/auch wider das Päpstliche Verbotes!)/vernemmen/ nussenge»das Papstthum durch eine öffentliche Oiffm-mon zubeschirmen : und Mhat an der Weihnacht etliche Lehrsätze angeschlagen (m). Occolam- Eschenepadius erachtete wol/vaß dieses nicht aufrichtig gemeint(n). Manver- dch'ura-muhtete aber/sein Absehen were/die Diffusion zu Zürich zuverhinde- non.ren: dann etlichen Päpstleren zu Basel/die Viivmzcion zu Zürich nichtrecht gelegen: unter dem Vorwand/daß dieReligions-Untersuchung/vielmehr zu Basel/oder einer anderen Hohen Schul gescheht solte so):um nämlich die Sach nach Weise der Römischen Schullehreren zuer-srteren. Aber diese wurden von selbigem Lobl. xisMrm, gen Zürich
0 ist gewie-
(x) RuNin». 5 im!. ravar. §tlick:. in Vir. LulIinA (I) 8Ieiä. p. Z4-b. (rn)6lL-»eLll. 152z. z. Lst. gan. (n) Lj)1K.Oecot.Sc Smngl.ros. (o) Elärcas. iZ-Cai.kcbr.i5rz. Üorcw^.lI.L.VI.Z7Z.