Band 
Dritter Theil
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_ Sechstes Buch. _rry

therischen Lehr nicht anzuhangen. Als er aber wciters schreiten/und ei-ne Viücsrion ansehen wolte / hat Lobt. x^ägilkrLt, ihr Statt und Landzubetrctten/demBischoff verboten. Dann schon die PäpstischePrac-tiken/denen Häubteren der Statt zusetzten: einige Bottschaffrere widerdas Evangelium arbeiteten: auch viel Edelleuth dem Evangelio zuwi-der waren; haben doch so viel andere/einen Hunger nach Gottes Wortbezeuget/und hat selbiger täglich so stark zugenommen/daß BerchtoldHaller gehoffet/der Göttliche Saamen wurde zu einer gesegneten Zei-tigung gelangen (6). Ein grosser Beförderer dchen war Propst Ni-kolaus von Wattenweil/weiland Schultheiß Jacob von Wattenweilehelicher Sohn.

An Viti und ModestiTag (den 15. Tag Brachmonat) haben Kampfklein und groß Raht zu Bern erkennt: demnach etliche ihrer Predige- undren fürgeben/sie predigen Gottes Wort rein/andere solches widerspre-chcn: sollen alle Prediger zu Statt und Land/das H. Evangelium frey/ Bem°öffentlich und »«verborgen: auch nichts/als das sie vcrtraucn/mit H.

Schrifft Alten und Neuen Testaments zubeschirmen/predigen. NachPublicierung dessen/hat Haller von Religionsfachen mit einer Closter-frau in S.Michels Insel ein Gespräch gehalten: Darüber ist ein Befehlergangen/den Haller und gleich-gesinnete Lehrer abzuschaffen. Gleich-wol haben Fenncr/Hans von Weingarten/ und Eberhart Tilmann zu-wege« gebracht/daß es bey obigem Mandat/und Haller in der Stattgeblieben (e).

Zu Viel predigete v. Wittenbach wider das Eheverbote: und Auch zulehrete/daß die Meß (das H. Abendmahl) allein den nütze/der sie em- Biet.pfangt. Als aber er und andere Pricster/(in allem/acht) geheurahtet/und die Wmkelmeß unterlassen : hat der Stattschreiber / samt denenfümemsten Nahtsgliederen/solchem Unterfangen sich widersetzt. DessenErfolg in folgendem Jahr zusehen (es).

Mitwoch nach Viti und Modesti/Haben etliche Frauen im Oe- Closter-tenbach zu Zürich/bey Lobl. xiaZiürzr angehalten/daß man sie lasse blei- stauen a«-ben/wie bisher: andere begehrten/daß/weilen sie mißhellig/man ihnenauß dem Closter und Orden zugehen erlaube: dero Elteren verlange, tenbach.ten ein gleiches/weilen sie auß H. Schrifft berichket/daß die Clostergc-lübde Gott dem Herren nicht gefällig. Die dritten walten im Closterbleiben. Weilen sie aber berichtet seyen/ daß der Orden nicht selig/wolaber eine Sönderung im Glauben mache; solle man ihnen an statt des

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(ä) 2utNAl. Iä. L 7-Ul. (e) 5rerl. 6r;. (es) liur. List.