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Cvange«
liumsAufgangzu Straßbürg.
144 Helvetischer Ktechmgeschichtm_
deren Stifftcren ihres Closters. Als auch solches bey ihnen nichts ver-fangen/hat Lobl. klaZ'ürsr, auß Beysorg/ste möchten sich mir Unord-nung auß dcmClostcr abänderen; ihnen freygestellet/ihr Gotteshaußkönfftig besser zubeschlieffen ; und niemandem argwöhnigem / Ein-nndAußgang zugestatten: oder mit der nächsten Blutsfreunden/und ohnedes Klosters Vcschwerd/weltlichen Stand anzunemmen und zuheurah-ten. Blfthoff von Constanz/GeörgvonFronsperg/beydeSchultheissenCvon Wattenweil und Erlach) der von Müllenen / auch andere / deroTöchteren/Schwösteren oder Basen diß Geschäfft betroffen/widersetz-len sich solchem Beginnen : doch ist / alsbald nach erlangter Freyheit/Agnes von Müllenen/von Guardian Sinner: und die Aebtiffin/vonGeörg Göldlein / Ritter von Zürich / geheurahtet worden. Wilhelmvon Dießbach liesse sich mit Eatharina von Bonstetten / des ClostersSeckelmeisterin / zu Bern in S. Vincenzen Münster copulieren (r).Gleichen Rechts hat sich bedienet Albert von Landenberg / ein Vorste-her im Teutschen Orden / im Berngebiet / ein sehr beliebter Mann: derober wegen mehrer Sicherheit sich im Zürichgebiet niedergelassen (u).
Was diese Matronen/wegen Straßburg vermelden/verhaltet sichfolgender maasscn. Matthias Zellius/ein frommer Prediger zu Straß-burg/Hatte schon in vorgehendem Iahr/die Päpstliche Irrthümer an-' gegriffen. Er brachte Antonium Firnium/ Prediger zu S. Thomas/und den altenPrediger zu S.Martin/Svmphorianum/aufseine Seite(w). Diß Jahrs ist auch dahin koinen/Martinus Bucerus 1491.zu Schletstatt / doch gar nicht / wie Mönch Bzovius (xx) aufschneidendarff/ von Jüdischen Eiteren / gebohren. Hak den Prediger-Orden / inwelchem er is.Jahr gelebt; im zo. Jahr seines Alters verlassen/undsich gen Worms (x) / hernach an den Ehurpfältzischen Hof begeben.Weil man aber daselbst das Evangelium nicht geliebet/ist er zu Franzvon Sickingen gekommen: mit dessen Bewilligung er das Evangeliumzu Weiffmburg geprediget.Nach dessen von Sickingen Niederlüg aber/hat er gen Straßburg sich verfüget/daselbst den Bürgeren das N. Te«siament: und als man ihm solches nicht mehr gestatten wollen/den 8w-6joü8,Pauli Sendbrieff an Timotheum erklährt. Hette auch gernge-prediget: der Bischoffliche Vicarjus aber wolte ihm solches/weil er ver-ehelichet war/nicht gestatten. Deßwegen er Zwinglium ersucht/zuver-schaffen / daß er zu Zürich oder anderstwo möchte unterkommen (v).
Oeco-