N.C-G.
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146_Helvetischer
maassen/mit Schimpf ab dem erstenZürichischcnGesprach konien.Wan-ner war bey dero Zuruckkunfft nicht zu Constanz/ darum wölke Plantschzu Constanz predigen / und under anderem vortragen / daß man dieSchafften der Vatteren / den Evangelien undBücheren H.Schriffkgleich halten müsse. Doch kam Wanner am Abend zuvor / wiederumheim: gieng in die Kirch den Vlantsch zuhören/ais aber dieser verwei-lete / hat Wanner selbst die Canzel bestiegen / und müßte Plantsch mitSchimpfauß der Kirch/und auß der Statt gehen. Nun man an Wan-ner/wegen des Volks nicht öffentlich Hand anlegen dörffte/wurd ihmZedräuet / daß man ihn zu Nacht hinführen werde. Als ihm aber dieOberkerkeil Schirm zugesagt / ist der Pischoff/samt vier Dohmherren/und zween feiner Rähten/sur den Stattraht gekehrek / und klagte/daßdie vom Papst und Käiser verdamte / den alten Conciliis widerspre-chende Lehr Lutheri/geduldet werde: solches gebühre Zweytracht undVerachtung der Oberen: und möchte noch der Christliche Glaub an-gegriffen werden. Vor Christlichen Ohren seye nicht zureden/daß dieVorbitt Mari-e und der H. Marterer/nicht mehr angeruffen werdensolle.Wolle nicht gcstatte/daß man etwas neues lehre/und endlich wissen/was der Raht zuthun gesinnet.' Der Raht ließ folgenden Tag/ dem Bi-schofs sagen: Sie warten auf den Außschlag / dcs/wegen Glaubens/znNürenberg besamleten Reichstags: und wollen folgends thun/was siezu Gotte^Ehr / auch ihrem und der ihrigen Heil schuldig. Wer vonsolcher Zeit an/Pauli und andere Biblische Schafften angezogen / istvon den Bischofflichen als ein Lutheraner: und des Bischoffs Wider-sinniger geachtet worde. Je gröber aber andere wider das Evangeliumgctobet/je mehr sind sie als gute Christen hcrfürgezogen: denen Orclman-cli8 aber / sind auß Fabri Anstissten/neue und schürffere Eidsfomulnvorgeschrieben worden: darlnn sie bezeugen/daß sie bisher in des PapstsGemeinsame bestanden:darinn und bey denen LZnombus undConci-liis zuverharren/versprechen: auch der Lutherischen Erzketzerey alles ar-ges wünschen: und sie weder heim-noch öffentlich annemmen wollen.Demnach auch /m. Lbr. 1522. auf den Hohen Donstag niemand genConstanz kommen/um Erledigung von seinen Sünden/Gelt aufzuge-ben/ oder vor dem Creutz (altem Gebrauch nach) umzugehen : habendie Pischoffliche/ etliche um Gelt gemietet/daß sie als ossentliche Sün-der ums Creuß giengen: welches, nachdem es lautprecht worden/zu ei-nem Gespött aufgenommen worden. Zu dem haben die Bischöfflicheverschaffet/daß Metzler/Helffer zu S.Steffan/abgeschaffet/undMod-ler an die Helffekey genommen worden: mit keinem anderen Erfolg/als