Band 
Dritter Theil
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_ Sechstes Buch. _149

Meinung/von dem Verstand der Worten Christi/und dem Aufbehal-ten der Hostim/zuwissm begehrt/und hierüber von Zwinglio eine Näh-re und lesenswürdige Antwort empfangen (i). Rainaldus wil außFabri Lckarreken weisen / was Zwinglium veranlafet/die leibliche Ge-gewart Christi im H. Abendmahl zuverwerffcn (ü) / achte aber dessenTraume keiner Antwort würdig.

Die in letstgehaltenem Religionsgespräch siegende Wahrheit/ hatin dem Gewissen deren Caplanen und Hclfferen zu Zürich / so kräfftiggewürkt/daß selbige nicht mehr Meß halten wollen. Solches ist vomPropst und Capitel/Donstag nachNicolai/ in der Heißeren undCa-planen Beyseyn/Lobl. Rahksversamlung vorgetragen/und ihnen geant-wortet worden: „Man solle niemand nöhtigen Meß zuhalten. Wer„es thun wolle/soll es züchtiglich/und dem Wort Gottes gemäß thun.„Die sich in ihren LoEenzen beschwert zuseyn vermeinen/die sollen„andere weder mit Worten noch sonst beschimpfen : sonder in guter-Einigkeit miteinander leben. Anbey würd erkennt/denenBischöffen„zu Chur/Constanz und Basel: dasiger Hohen-Schul; und den Eid-„gnossen aller Orten zuschreiben/mit Zusendung der gctruckten Ein-„leieung / ob sie nochmahl deßhalb / etwas mit rechter Göttlicher„Schriffc abzuwenden vermeinen/daß sie solches tühen: und deßhalb- ihre freundliche Antwort dcm Raht zu Zürich übersenden. Danndie-„sesGeschäfft/bis zu Empfahung solcher Antwort; und gar bis Pfing-„sten/ruhen werde: alsdann was Gott gefällig/und seinem Wort ge-„mäß/für die Hand genommen werden solle (m).

Sintenmahl aber/einige Chorherren und Priester zu Zürich/sichvernemmen lassen/bey der Meß zubleiben/als welche noch nicht genug-sam widerlegt were / ist allen Priesteren in der Statt / auf den 28.Tag Christinonak / vor klein und grossem Naht zuerscheinen gebottenworden. Alsdann sie / so sie auß H. Schrifft zu Beschirmung der Meßetwas beyzubringen wissen / angehört werden: Mitlerweil in dcnKir-chen alle Tafele» beschlossen seyn; und an den Festtagen keine silberne/vergülke/ noch andere kostbare Bildnussen hervorgestellet; sonder derhöchfte Schatz/das Wort Gottes/in die Herzen der Menschen / nichtdie Götzen ins Gesicht gestcllet werden sollen. Als Chorherr Hofmann/zu bestirntem Tag gefraget worden r Ob er nochgesinnek die Meß zu-verfechten/und hierzu verfasset were ? Antwortete er ? Er halte die Für-bitt der Heiligen / die Bilder/und Meß für gut. So er irre/ wolle er

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