Sechstes Buch.
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— N-C.G.
Varillas Unwahrheiten von Zwinglii Ehestand / haben wir zum theil »524.oben berühret. Die mit untergemischte grobe Verleumdungen / sindkeiner Antwort würdig (w).
Demnach Bern / vermög eines / Donstag nach Marx / publicier- Demi-ten LäiÄ8, etliche heurahtende Priester / der Pfründen entsetzt: und sa,esdiejenigen / so Fleisch essen / oder wider die Verehrung der Heiligen/rc. Mandak.reden/straffbar erkennt; auch Zinsiag nach Exaudi / denen Priesieren/so bey den Meßen gesessen/solche ausserthalb ihre Häuser / und aussertihr Kirchspiel zuthun/gleichfalls bey Verlurst der Pfründen gebottrn.
Haben auch x. zu Zug versamlete Eidgnössische Ort / um daß LudwigSterner/Stattschreiber vonBiel/samt dessen Anhang / bey denen Eid-gnossen Hilff gesucht; Mitwoch vorMargaretha/ in einem ernstlichenSchreiben / denen von Viel verwiesen/daß sie ihre Pfaffen/nachdem sieWeiber genommen/bey ihren Pfründen lassen: solches seye unchrist-lich regieren und leben : eine Untertruckung Christlichen Glaubens undOrdnung. Sie/die zehen Ort/wenden viel Mühe/Arbeit/und Kosten/solchen Lukher-und Zwinglischen Unglaub abzustellen: wollen Ehr/Leib/und Gut/und alles damit sie Gott berahten/daran setzen. Bitten / daßdie von Viel/ihren Pfaffen die Pfründe nemmen / und andere wehlen»
Hierauf wurden etliche Bürger unrühig/und haben eingewilliget ihrePrediger zubeurlauben. Weilen aber zu gleicher Zeit ein Gerücht er-schallete/daß die von Bern erlassene Priester/wicderum eingesetzet wer-ben ; hat der Raht zu Biel/Donstag vor Margaretha/sich bey Bern er-kundiget/wie die Sachen bewandt: um sich mit Bern gleichförmigzu-halten. Als nun Freitag vor Margar./der Raht von Bern verdeutet/es bleibe bey ihrem LäiÄ: und denen von Viel heimgesctzt/eigenen Ge-fallens hierinn zuhandlen; haben die von Viel / v. Wittenbach/und Mitten«andere Prediger/um daß sie diß Jahrs gehcmahtet/beurlaubet. Mit-tenbach und dessen Mitarbeitere/anerbotten sich/in einer/ viZiliZ Jaco-bi überreichten Schriffk/vor der Oberkeit zu Viel ihren Ehestand (wel-chen verdeutetc Schrifft mit 7- Gründen unterstützte) und Lehr zuver-antworten/und begehrten/daß solche ihre Schrifft vor der ganzen Ge-mein!) möchte gelesen werden. Sie würd aber an die Eidgnössische Ortübersendet/deren Antwort war/matt solte die Prediger nicht gedulden.
Dem Zufolg/ ist v. Wittenbach/ nur noch ein Monat in der Pfarr- 3 st her«kirch zupredigen gestattet worden. Nach dessen Vermessung aber / hat geblich.er im Closter geprediget: mit so grosser Erbauung / als vorhin in derPfarrkirch. Des Evangelii Widersacher? hat er durch sanfftmühtige
Unter-
(vv) VZrlllsr. lom. II. 8?.