Band 
Dritter Theil
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1-72. helvetischem Kimchcngkschi'chtm

1524.' Hafner schreibt: ,,/w.Ou-. 1524. / änderten die Züricher ihrerHafner »Altvorderen Religion; Mitwoch vor Öfteren; da müßten die Geist-wegen «liche mithalten / oder fortziehen«. Dieser Mann gibt weder der Zeit?Aüncher noch der Perfonen/noch der Weise halb eigentlichen Bericht: und wel-rüni ch^ der grösseste Fehler ist/wilvermuhtlich sagen: Lobl.xizgikrar ha-derichter. dc diß Geschafft / ohne Berahtschlagung mit den Geistlichen angehebt/und mit dero Verfolgung zu End gebracht. Wir wollen den Leser vonallem umständlich berichten: und zwar wegen mehrer Gewißheit undLiechks / bey angehebter Zeitordnung nach Möglichkeit bleiben.

Drey Bi- Um daß/tzugo/Bischoff von Conftanz assein/bey den Eidgnossenfchöffs seinen Zweck nicht erreicht / hat er Christoff / Baslischcn; und Seba,'yachen stian/Lausannischen Bischofs vermögen / daß alle drey / an die / Freitagqnoffen Quasimodo zu Lucern besamlete Eidgnoßschaffc / durch Vottschaff«

noch hitzj« tere mundlich/und durch eine eingelegte,hernach jedem Ort heimzutra-ser. gen communicierte Schrifft langen lassen: Daß wicwol jetz allein diegeistliche Oberseiten angetastet / werde es ohne Zweifel/an weltlichenStand auch kommen: auß dieser Lehr folge alles Gottesdiensts Ver-nichtigung: Gottes/Mari^/rc. Verspottung/rc. Jnsonderheit/daß dieBischöffe oder Wächter/ihr Amt gegen Geist und Weltliche übertret-tende/nicht gebrauchen dörffen; und jeder ohne Straff was ihn gclu-stet/fürnemmen werde Ein Prediger seye auß diesem/ ein anderer außanderen frömden Länderen. Jeder lege das Evangelium auß/nachdemer der Sach geneigt. Begehren der Eidgnossen (welche von Christli-cher Gottesforcht undLicbe/vor allen Lommrmen Teutschlands/Höch-sten Ruhm haben / und billich Christi. Kirch Schirmcr genennet wer-den) Hilff. Weilen das verhoffeke Concilium zu der Seelen Nachtheilaufgehoben werde/seye nohtwendig/mitlerweil ein Einsehen zuthun/daßnicht jede Gemeint) ohne gemeine Versamlung ändere in denen Ord-nungen der Kirch/welche ohne Zweifel auß Mitwürkung des H. Gei-stes/und Göttlicher Schrifft/vor iQoQ.Jahren/ deren Dingen halb/ sosetz in Mißverstand gezogen worden/in Einigkeit gebracht/und also ge-blieben ; allermassen die Bischöffe von Basel und Eonsianz solches de-nen von Zürich (K)/in der Antwort auf ihr Schreiben / wegen des Ge-sprächs/beschelnt: welche Antwort sie beylegen. So aber etwas Miß-brauchs mit der Zeit im geistlichen Stand sich zugetragen / seyen sieurbietig/ so das an sie begehrt werde/mit gutem zeitlichen Raht dar-über zusltzen/und was ihnen gebütt/und in ihr Macht stehet / helffm

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