i8o Helvetischer Kirchcngcschichten
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1524. Vauren/daß nicht zusagen (weilen nämlich die mehrere Zinsbrüff aufMartini 0 ?) stehen): und ist das böste/daß da andere Heilige zu Fußgehen/so ist dieser zu Pferd/auf daß er einem armen Mann desto ge-schwinder vor der Thür seye. Vermöchte mit dieser Red so viel / daßjener hingeloffen / und diesen Heiligen mit eigener Hand ins Feur gc-schmissen.Jn angeregter Reformationsbeschreibung wird auch bemerket/I. Daß zu Zürich/nach Abschaffung der Bildercn/alles glücklicher undeinträchtiger von statt gegangen/als hiebevor. n. Als etliche außge-streuet/zu Zürich seyen nich^allein die Bilder abgethan/sonder die Kir-chen gar in Pferdstät verwandlet worden: habe man ihnen geantwor-tet: Pferd und andere Thier/so vorhin darinn gewesen/auch der Palm-esel/seye auß den Kirchen gemusteret/und Gottes Hauß darvon Mau-beret worden.
Auch zu Au fast gleicher Zeit / ist die Statt Sangallen/mit den Götzen ab-Eangal- gefahren. Sie wurden mit Vorwissen des Rahts / um Unruh zuver-ien. meidm / bey Nacht durch die Kirchrnpfieger außgetragen : so daß man
verschiedene Morgen / den Mangel etlicher Vilderen verspürt. Außge-nommen die Tafel aufdem Fronalkar im Chor/und ausserhalb aufS»Sebastians Altar; welche bald durch die Schusterzunfft/dero sie zuge-standen/weggcnommen worden. Fehrners war zu Sangallen ein gros-ses Bildhauß/darinn etliche groffe/fchwere/außL!eim gebrennte Bilder:auch ein Crucifix/darunter Maria und Johannes; zu beyden SeitenSebastianus und Rochus/als vermeinte Schutzherrcn wider die Pest/gestanden. Als nun Hans Seiler (welcher das Hauß und Bilder auf-gerichtet) von obgedachtem Bcda Mites gefraget worden / warum erfeine Bilder nicht hinwegnemme/und Seiler geantwortet: Wann Mi-les diese Bilder ganz hinweg trage / sollen sie ihm geschenkt seyn : hatMiles (in Meinung/solche Bilder seyen ihm lediglich geschenkt) sekbi-ge/mit zuthun guter Freunden/ in denPfingstfeirtagen nachts hinweg-,getragen / sind aber wegen Schwerigkeit zu kleinen Stucken/nicht ohneSchmerzen der Bilderdieneren/zerschmetteret/so daß wer die Hand dar-be») gehabt / auch der Seiler / jeder um s. Pfund Pfenning gestrafftworden. Bald hernach verschaffeke die Oberkeit zu Sangallen / daßalle Bilder und Bildstöcke/Hie und dort an den Strassen/und unter denBäumen abgebrochen worden : wormit die Stakt harte Bedräuun-gen über sich gezogen (as). Gleichen Jahrs hat der Raht zu Sangal-len/
(rr) vnäe iä cüvinznrem ivr. (22) ^slcmcs.