Band 
Dritter Theil
JPEG-Download
 

Sechstes Buch. _r 9 r

fohlen. Heimliche Werber wurden mit Leib-und Lebens: die sich ein-schreiben lassen/mit anderer Straff belegt.

Donstag den Weinmonat/müßten zu Basel/die Pflege« desClosters Clingenthal/ samt dem Skattschreiber/dasiger Aebtissin undConvent/ auß Befehl Ehrsamen Rahts anzeigen: Demnach auß H.Schrifft stch klahr erfinde/ daß der Ehestand ehrlich/das Lasterlebenaber in H. Schrifft keinen Grund habe: und ein Ehrsamer Raht/nichtnur in zeitlichem/sonder auch für ihrer Unterthanen Seelen Heil Für-sehung zuthun geneigt und schuldig: so lasse ein Ehrsamer Raht ihnensagen: Wo noch jemand under den Capitelfrauen/den H. Ehestand an-nemmen/ oder sonst anderstwo ohne Ehe ehrlich zuleben gesinner/ diewollen sie als Ehren Personen/ihren Herkommen gemäß/mit Leibge-ding/und auch mit etwas eigen Guts ehrlich außsteuren. Die imClo-sier verharren wollen/werde ein Ehrsamer Raht/mit ehrlicher Nahrungund Nohtdurfft versehen : sollen aber verdächtigen Von und Zugangverhüten: nicht hin ünd wieder/zubaden/und an andere Ort schweif-ten (K).

Zürich ließ ihre (zu des Papsts (U) grossem Leidwesen) sich miltergegen sie/crzeigendc Mit-Eidgnossen zuBern/Glarus/Schaffhausen/Appenzell; durch Abgesandte ersuchen / das Beste der Statt Zürich/ge,gen die übrige 6. Ort zubeförderen: die bedräueke Trennung ^verhin-deren : und zuverschaffen/daß in den Eidgnösfischen Versamlungcn/einTheil den anderen mit Gcdult verhöre. Zumahl Zürich des beständi-gen Anerbietens/wo man sie auß H. Schrifft besser berichte/sie sich wei-sen lassen: und alles beförderen helffen wollen/was frommen Christenund getreuen Eidgnossen zustehe: mit Darstrcckung Leibs und Guts.Verlängeren anbey/daß Bern/mit Glarus/Baftl/Solothurn/Schaff-Hausen/Appenzell / eh die übrige Ort zusamen kommen/sich unterredenmöchten. Schaffhausen bczeugetc gegen die Zürichische vepm>erte/daßsie lustig und geneigt/denen von Zürich zuthun/was sie wissen/das sei»bigen lieb. Glarus versichere«/daß sie wegen Glaubcns/gegen Zürichnichts unfreundliches fürzunemmen bedacht: haben aber an denen/wi-der die Bildnussen hie und dort fürnemmenden Unfugen-(wie sie rede-ten) kein Gefallen: und baten / daß Zürich / so bisdahin das vordersteOrt geachtet scye/(und biMch ; sagen sie: das euch ob Gor wilniemand mißgönnet) auch fleißig bedenken/was ihnen zu Ehrendiene. Bern harre wegen angeregter sonderbarer Zusamenkunfft Be-denken : beharrete bey dem Fleisch-und Eheverbot!: hette aber wol

lei-

(k) in Coäice Lernlcrisno 15. (11) kamslch rO L 54.

N.C.G.

1524.

ClosierClingen-thal zuBasel gs-öffnet.

Zürich,'-sche Ge-sandt«schafft anBern/rc.