Band 
Dritter Theil
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Sechstes Buch. _19;

Rähte zu Bern / fehrners ein Mandat außgehen lassen : Man solleGottes Work predigen / in rechtem Verstand/ohne unrichtige Groß.Verbieten anbey die Priesterehe: Fleischeffcn an Fasttagen :und das Ab-schaffen der Bildcren. Man solle alles im alten Stand lassen: keiner sollden anderen für einen Ketzer achten: oder nchtigen/anders zuglauben alsihm gefällig : keine der H. Schrifft widerige Bücher sollen ins Landgebracht: doch mögen dieBüchcr Alt-und NeuenTestaments/von Geist-und Weltlichen gebraucht werden : der gemeine Mann seye bisherdurch Päpste/Bischöffe / und andere Prälaten/ mit Bann/Ablaß/Ehe-händlen/und anderen geistlichen Sachen unbillicher Weis beladen wor-den. „Aber wir (sagen sie) setzen wenig Glaubens/auf den Vann/Ab-„laß/und Dispensieren in Ehesachen/und anderen dergleichen Dingen/„so mit Gelt außgebracht werden: der guten Hoffnung/was mit Recht„seye/daß solches ohne Gelt auch geschehen möge,-. Nach diesem Man-dat sind drey vereheliche« Chorherren ; nämlich Heinrich Wölflm/Sänger; Dietrich Hübscher; und Meinrad Steinbach/nach des Man-dats Jnnhalt gestrafft worden. Thüring Rüst/ Abt zu Trüb / gab dieAbtey auf/nahm ein Wcib/wurd ein Schindlenmachcr/und nach derReformation Pfarrer zu Laupersweil (o). Von dem um diese Zeit/durch Ursula Zerkinden / zu Bern gestiffteten Pfenning-Almosen / kanStetler aufgeschlagen werden (p).

Zu Appenzell/ hat eine vollkommene Landsgemcmd/ mit grossemMehr angenommen/und ist hernach in allen Kirchhörenen verlesen wor-den / daß alle Priester im Land / nichts predigen und lehren sollen / alswas sie mit H. Schrifft / und mit der Wahrheit erhalten möchten.Welcher änderst lehre / dem soll Muß und Brot / und alle Nahrung/auch aller Schirm abgeschlagen seyn: und er auß dem Land verwiesenwerden. Mit dem fehrneren Ansinnen/daß man nicht gute und löbli-che Bräuche/sonder böse Mißbräuche abzuschaffen bedacht. Man sollkeinem auf der Canzel stehenden Prediger öffentlich widersprechen: Al-lein Gottes Wort soll Richter seyn : und jeder Priester hundert Gul-den vertrösten / daß er allein / was er auß A. und N. Testament zuer-halken wisse / predigen wolle (q). Die meiste Prediger waren für dasEvangelium: Theobald Hüter aber verthädigete das Papstthum. DieUneinigkeit war so groß/daß der Landraht an Zürich und Schaffhau»sen begehrt/daß sie durch eine Gesandsafft/welcher sie zween ihrer Ge-il a lehrten

N-C-G.

D24.

Verehr»lichetePriesterdorr abge-straffet.

Appenzel-li scherVerglich/GottesWort zu»predigen.

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triebe«.

(c>) §tetl. I. xZA.Szi.I-utd.Oisp.Lerllen^I.rra.ig. (p) 6ri. (g) Bischoffh.x- 54. Lons. Horcinz. H. L. VI. 421. t-;. ImriL /rbbLttl'c. »b Ijrlo. 1 °

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