Sechstes Buch.
LLs
—--N.C.G
also namlich/daß was andere auß denen Hebraischen/Griechischen und
Latinischen Texten vorgctragen/durch Leo Jud und Caspar Großmann/zu des gemeinen VEs Erbauung/in Teutscher Spraach erklahrt wor-den 0): wie Bl.rzz. zuberichten folget. Also war diese Übersetzung eineFrucht/deren in Erklärung H. Schrifft bisdahin öffentlich angewen-deten grosser Mühe: und ist man in guter Zuversicht gestanden/wasdurch allgemeinen Fleiß zusamengetragen/und ein und ander mahl wo!-bedächtlich überlegt worden / eine zu allgemeiner Erbauung / trefflichdienliche Dolmttschung abgeben werde. Demnach wird in dieser Vor-red vermeldet: daß eh die Dolmttschung der Propheten zu Zürich ansLiecht kommen/durch die Widertäuffer allbereit eine solche Übersetzunggemacher worden/von welcher die Zürichische Kirchendiener zwahr rüh-men/daß sie an vielen Orten fleissig und getreulich nachdemkdebraischen Buchstaben Verreutschet seye. Um daß aberdiese Dolmetschung/von solchen Leuthen außgcgangen/welche die rechteRedliführer deeenjentgen Gecren/von welchen damahl/dcrKirchmehr Unruh zugestattet worden/als vom Papstthum je geschehe: zumahlsie (verstehe diejenigenWidertäuffer/weiche/wie an seinem Ort folget/anÜbersetzung H. Schrifft gearbeitet) die ewige Gottheit Christi / samtDessen Genugthüung vcrlaugnet / dem Teufel und den Gottlosen dieSeligkeit zugesprochen/diejenigen aber/welche nur ein wenig gelachet/der ewigen Verdamnuß zugeeignet/rc. Von dieser und mehrerer 2rr-thümeren wegen/haben ehrliche gottselige Leuth/ab dero Übersetzung einAbscheuhen getragen / Mistende / daß solche diejenigen Oerker/in wel-chen die Propheten von der Gottheit Christi handlen / in Treuen sollenübersetzt haben. Fehrners/enthaltet dieVorred von ^n. Lbr. iszi./daß zu selbigem Ä)erk/ ein schöner lieblicher Buchstab ge-gossen worden / der fich Älcen und Jungen wol füge.
Leonis Iud-e Sohn/Joh.Leuw / vermeldet in seines Vatters unge-trübter Lebensbeschreibung/Hiervon folgendes: (Mein Vatter) hat die„ganze Bibel /in gut Hochteutsche Spraach gebracht / mit grosser„Mühe und Arbeit. Auch hat er Herren Froschauer darzu vermögen/
„daß er einen grossen Buchstab gieffen lassen/damit alle alten Priester„und Leyen/leichtlich ohne Spiegel (darum) lesen möchten (u)/rc.„. Fro-schauer selbst / schreibet in der Vorred / über die /rn. LKr. is; 6. außge-gangcne Bibel: Die ganze Bibel seye durch die Diener des Gött-lichen Worts zu Zürich vertemschet worden. Sothane Anmerkung
ee dienet
(r) 2ui»ßI.prXs.1li6ene/I (u) Look. mox ritsiu!s,cx6eüiero.