Band 
Dritter Theil
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2.2.8 Helvetischer Kirchengerichten _

1525.' durch das Mehr entscheiden lassen wolte/ welches Buch für das Ori-ginal zuhalten seye ? Ob nicht also leicht ein grosser Fehler begangenwerden könte? Ob man hierinn sicherer aufdes gemeinen Manns/oderauf jenes ehrlichen ?3trloren Urtheil gehen dörffte? Diesem starrior seyegleich alle und jede Gläubige. Weil Gott sein Gesatz in dero Herzschreibe / kennen sie die Stimm Gottes / und können die Stimm einesFi ömden (die von Gott eingegeistete Bücher/von anderen Vücheren)unterscheiden. Hiemit solcher Entscheid / denen Versamlungen solcherMcnschen/welche im Gesatz Gottes schlechtlich unterrichtet sind / näm-lich den Päpsten und Päpstlichen Concilien / nicht überlassen werdenwöge. Weilen demnach/Papst und seine Concilia/ihre Lehr auß de-nen Vecreri8 und vecrelLlibus beweisen / könne ein Gläubiger deroSchriffterklährungen nicht annemen/so gleich die ganze Welt selbigenBcyfahl gebe. Welche Päpste ? Welche Concilia diesen Unterscheid ge-machet haben? Dann sothaner Unterscheid beobachtet worden/eh manden Papst für die Kirch gehalten. Deßwegen / durch die Kirch/welchesolchen Unterscheid gemacher/niemand zuverstehen seye/als die Gläubi-ge / deren Glaub zwischen Gottes Wort / und menschlichen Gedichtenzuunterscheiden wisse. Den zweyten Articul beantwortet Zwingstalso/daß er Gott und alle Geschöpfte zu Zeugen nimt/alle zwischen denRömisch gesinneten / und ihm / streitige Articul / in den Schnfften derVätteren gefunden zuhaben. Nach fleißigem Schrifft lesen und be-trachten aber / seye er in sothaner Lehr gestärkt worden. Bey diesemSchriffklcsen seye er geblieben / nachdem er befunden/daß die H. Bat»ter/inderErklährung vieler Schrifftstellen streitig seyen: behalte was. die Vätter/gemäß H. Schrifft lehren: worinn sie darvon abweichen/lasse er selbige fahren. Papst aber und dessen Lehrjüngere / fragen denVätteren nichts nach; wie die Lehr von den Bilderen und der Meßbeweisen. Allein die H. Schrifft / nicht aber die Bücher der Vätte-Vrelfalti-ren seyen von Gott eingegeistet/rc. Fehrner beweiset Zwingst seine Lehrger In- von den Bilderen / auß den Schafften A. und N. Testaments : undthiim und beantwortet alle von Valentins beygebrachte/und andere damahls üb-brauch ,m kiche Einwürffe: lehret auch/warum die Abschaffung der Bildere/zu Zü-Bilder- rich nicht länger aufgeschoben worden. Ihn haben die Vilder/wegen sei-dlenff. nes kurzen Gesichts/nicht fast geärgeret. Ja seye ein Liebhaber der Mah-lerey. Habe gleichwol den / wider die zur Mgöttcrey gemißbrauchtBilder/gefasscken Eifer/nicht verdammen können. Er und die übrigeKirchcndiener/Hettm lieber gesehen/daß man zuerst die Meß angegrif-fen hette: aber durch Gottes Leitung/Haben zuerst die Bilder herhalten

muffen.