_Sechstes Buch._141
mn hochberühmten und theuren / der wahren Christli-chen Rirch/k)elden/nennet/besucht/um sich mit selbigem zuertzra-chen im streitigen Articul des Sakraments des Altars. Dann die lu-therische Meinung ihm ganz zweifelhafter«/ ja argwöh-nisch gewesen. «Dazumahl (schreibt Simburger) hat mich der«GottSgelehrte Mann Zwingli/freundlich und treulich aller meiner Be-schwerden halb unterwiesen., (o). Es bedarffaber nicht mehr/als Al-lein das Buch l)e ver» Le fallgKeÜAione zulesen/so wird sich finden/daß er diesen Presten außtrucklich/eineSünd nennek/und schon vorhinsich weitläuffig und dergestalt erklährt/daß er genugsam gezeigee/daß erin der Sach selbst/ mit der rechtgläubigen Kirch übereinkommen / undder H. Schrifft gemässe Gedanken darvon gehabt. Er lehret (p) / daßdiß Übel dem Menschen von der Geburt anhange: und erblich auf ihnkomme. Verstehen wir durch die Erbsünd etwas weiters ? Freylich istsie mehr als eine Krankheit. Dann sie verursachet den Tod. Auch die-ses lehret ZwingliuS. Wil jemand behaubten: daß sie hiemit Zwing-lius nicht hette sollen eine Krankheit nennen/der erinnere sich/daß auchPaulus kam. 8: z- der Schwachheit des sündlichen Flei-sches gedenke. Ein Ubel/kan wegen verursachenden vielfältigen Scha-dens/verschicdene Nammen haben. Überlassen deßwegen dem liebreichenLeser zubedenken/ob mit Grund gesagt werde/daß Zwingst bis^n.Lkr.1525. weder die Lehr von der Erbsünd / noch von unserer Gerechtma-chung verstanden (g). Gesetzt/daß das Liecht der Wahrheit/nicht gleichmit völligem Glanz in Zwinglio aufgegangen wcre / were ihm solchesnachtheiliger als v. Luther / welcher hinder die Irrthümer der Römi-schen Kirch nicht einsmahls/sonder durch anhaltendes disputieren kom-men? Doch hat es Gott/zu mehrer Rettung der Ehr Zwinglii gefügt/daß selbst unter denen Ikeologis zu Trient / etliche so redlich gewesen/daß sie Zwinglium ausgleiche Weis verstanden wie wir(r). ZwingliiLehr von der Gerechtmachung/wird an feinem Ort folgen.
Vornemlich hat sich Zwinglius/in offtgedachtem Buch/aufgehal-ten bey der Lehr vom H. Abendmahl/um daß er selbige änderst erklährt/als damahls üblich war: auch er die im Schwang gehende Lehr ange-sehen/als eine bittere Wurzel (ü)/ vieler und zwahr grober Irrthüme-
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