Band 
Dritter Theil
JPEG-Download
 

z6o Helvetischer Kirchengeschichten

N T.M. - - - ----—.. .- —

i 527. cancr bey S. Vincenz Stifft zu Bern. Dieser war der erste Propst/qibt an welchen der XigZiltrar zu Solothurn / auß Päpstlicher Vergünstigungbeyden crwchlk. Hafner rühmt dessen Gelehrtheit: und gibt zu dessen Beweis-Orten thum / eine von selbigem gestellte/und dem Naht übergebene schrifftlicheauf. Beschirmung des Römischen Glaubens/mit welcher er so viel zuwege»gedracht/daß eine zu Solothurn allbereit angesehene viipurzrion,wie-derum abgestellt worden (darvon ^n.LKr. i^zo. ein mehrers) / undSolothurn bey Päpstlicher Religion geblieben (x). Ob aber solchesAbstellen der viipm-mon,ein Beweisthum der Gelehrtheit: müssenwir dem unpassionierken Leser zubeurthcilen lassen. Ob endlich auch/daß Solothurn in Römischer Religion verharret/des Löublins Gelehrt-heik/oder anderen Ursachen beyzumessen / wird der Verfolg dieser Ge-schichten mitgeben.

Lkeoxkr. Der Zeit hat kbil. ^ureolus 1beopbrzüus.?arLcelsus von Höhen-xarsceisu; heim/zugenenet öombAli,zu Basel die Artzneykunst in Teutsch gelehrct:kostbarer aber aufbesondere Manicr/dem Galeno ganz zuwider: deßwegen erAvi-cennam/einen alten berühmten Artzet/in der b/niverücer verbrennt ha-ben soll. In dessen Beywesen/ hat Cornelius von Liechtenfels/Dohm-und Schulherr zu Basel/stch vernemmen laffcn/demjenigen der ihn vonseinem Magenwehe / wider welches er lange Zeit viel Artzet ohne desÜbels Milterung gebraucht/bcfrcyen werde/hundert Gulden zuschen-ken. Theophrastus gab ihm drey Pillulen/nach dero Niessung der Pa-tient wol geschloffen: sich besser befunden: und Theophrasto zurDank-bezeugung sechs Gulden verehret. 2 lls Theophrastus die angebottencnhundert Gulden haben wolte/kam der Streit für den Richker/welcherdem Artzet/nach gutbcfinden eine Belohnung bestimmet. Aber Theo-phrastus hat von diesen Richteren / darum daß Leyen/ die gegebenenArtzneyen/seines Erachtens so gering achteten/so schimpflich geredt/daßer aufguter Freunden Wahrnung/um der Gcfangenschafft zuentgehen/weggezogen. Begab sich ins Elsaß/Hernach gen Nürenberg/cndlich genSaltzburg/allwo er/^n.Lkr.r 541. gestorben und begraben worden (v).Herkunft. Herr Arnold (2) berichtet / daß dieser Mann/auß Schwaben: an-dere setzen gewisser/auß Einsidlen / einem Flecken im Schweitzcrgebiet/bürtig gewesen: /^n.LKr. 149z. gebühren: sein Vatter seye daselbst einArtzet gewesen: habe in der Jugend nicht allein Teutschland/Jtalien/Frankreich und Spanien : sonder auch die Moscau / Asten / Egyptenund Arabien durchreiset: darauf die von Basel ihn zur Professionsices und LlururAL beruffen. Man zehlek/daß er 5Z.Artzney-/2zs.

kbilo-

(x) 1 ke-rr.H.;r.rrr. s/) vrüiiU. c. (r) N.L. XV. rr: i. s-K-