Band 
Dritter Theil
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gewünscht / daß er in ihren/ die Französische Spraach übenden Dorfs-schafften sich brauchen liesse. Zweifelsfrei) um das obberührter Massenallbereit angehebte Reformationswerk zuvervollkommnen.

Münster- Die Münsterthaler haben sich / vor der Statt Bern / als ihrenthaleren (Krafft Burgrechts) Schuß-und Schirmherren/neben vielen anderen/Klagten, von ihrem Propst und Capitel ihnen zugefügten Beschwehrlichkeiten/ge-Eviderth. klagt: „Daßsie in spännigenSachen mit derPriesterschafft/hin undund Mpj. "wider/für frömde/außländische/weit gesessene Richter,mit grossem Ko-te!. »sten gewiesen werden : daß mancher zu Vermeidung des geistlichen„Trölwerks/sein gut Recht/ohne Rechtfertigung,vermehren müsse.Von .»jeder Leich,haben sie ihnen außgerichtet/stben Sester Weißen: für ein»Pfund Wachs/sechsBasel Plaphard: für das Grab/anderhalb Plap-»hard. Jährlich werden sie (vom Priester) einest,öffentlich in die Kirch»versamlet,mit ernstlichem Gebokt ihm zuoffmbaren, ob sie Buler und»Ehebrecher seyen; oder sonst andere heimliche Sachen verbracht: und»wann also sich einer seiner heimlichen Sachen erläuteret, oder sonst»von anderen Ratscheren dargeben worden ; so hab der Priester an-»gehnds,das Gericht in der Kirchen versamlet/und einen jeden so seine»Sünden erkennt/öffentlich um drey Pfund Büß, Basier Währung»verfetten lassen.,. Hierauf die Münsterthaler sich entschlossen: solcherBeschwerden sich zuentschütten / und gleich den Bernischen Untertha-nen,von der Priesterschafft gehalten zuwerden: mit Bitt an eine StattBern, ihnen hierzu verhülfflich zuseyn. Diß hat sich begeben ^.n.Lbr.1528. als eben damahls Bern in ihr Landschafft das reine Wort Got-tes zupredigen befohlen. Solches haben sie denen, so mit Burgrechtihnen zugethan waren/nicht weniger als ihren Unterthanen, aufBe-gehren zukommen lassen, und nichts unterlassen/ selbiges daselbst zube-forderen, und zuhandhaben. Deßwegen 1529. am 20. TagWeinmonat/Farello Vrieff und Siegel gegeben: wo die so ihreUnterthanen oder Bürger weren/thn zuhören begehr-ten / daß er ihnen wol möge das Göttlich) Wort ver--DurchFa. kimden/sonsk weiter nicht. Als er ins Münsterthal kam / er-rellum be. zeigten sich selbige Einwohners / nach der lauteren Milch des Wortskebrr. Gottes so begierig, daß als er zu , (Dachsfeld) allwo er den

Anfang gemachet/geprediget,die Zuhörer gleich in Eifer, Bilder undAltäre abzulhun/erbrunnen. Ein Priester / welcher zu gleicher Zeit beydem Altar Meß gehalten, sahe sich um, rh er selbige vollendet: als erdesVolks Verfahren mit Bestürzung wahrgenomen/hat er mit Schre-cken/in den Meßkleideren naher Hauß geeilet. Übrige Gemeinden die-ses