Band 
Dritter Theil
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N.C.G.

i;zr.

Auch zuBern/re.

Zürich«*

scheS

Mandat

ungleich

aufge-

nommen'

Snnii höle Practiken.

650 _Helvetischer Kirchengefchichten '

Nun hat man auch zwahr zu Schaffhausen/nach Ofteren/die Gö-tzen zerschellen lassen (c). Zu Bern und Basel (ci)/sollen schon zu Ein-gang diß Jahrs / neben obvermeldeten 8^no6is, dergleichen und nochschärffere Mandat 0) außgegangen seyn. Fehrner würd zu Basel dasöffentliche Hurenhauß/als eine öffentliche Aergernuß und Verderbnußder Jugend/zugeschlossen: hergegen die Hohe-Schul geöffnet und ge-auffnet s 5 -. Denen Dohmherren aber / als selbige wieder in die Stattgelassen zuwerden begehrt/solches abgeschlagen/sie bequemen sich dannzum Evangelio (s). Der Bann / samt denen 1529. und fol-gends gemachten Mandaten/wurden bestätiget: und männiglich aus-ser! der Statt zur Meß zugehen/verbotten. Welches/weil eine/zwahrmiltc Straff darauf gesetzt worden / Erasmus Roterodamus (welchenBullingttus als seaem äe LccleÜL Lc lireris oprime merirum, einenwolbetagten/und hochverdienten Mann/hochzuachten/immer fortge-fahren) scharff durchgezogen hat(b).

Doch hat diß alles nicht so viel Geschreys gemachet/als besagtesMandat von Zürich. Selbiges würd durch ganz Teutschland hinge-tragen: und so gar/zu Regenspurg/woselbst damahl von Carola v.einReichstag gehalten/und in hoher Person dirigiert worden/bey Nacht anrineKirchthür gehefftet/und öffentlich gelesen. Zu derenjenige/welche aufselbigem Reichstag/von bevorstehendem Absaht der Statt Zürich/viel. Rühmens und Geschreys gemachet/grosser Beschämung. Es soll aber- Ennius/Bischoff von Veroli/bey sothanem Mandat/Anlas genom-men haben/sich an Zürich zurächen. Papst Clemens hat diesen Ennium/unter dem Vorwand/denen Eidgnossen den Türkenzug zubelieben(i):-ürnemlich aber/in Hoffnung/Zürich werde sich/nach so grossem erlitteneVerlurst/bequemen/sothanen seinen Legat wiederum an- / und in ihreStatt aufzunemen/heraußgesendt. Er versprach richtige Bezahlung dessink 152 i.außstehenden Solds. Aber nicht nur würd derTürken-

zug/in Erwegung was^-L. i s io. unter solchem Vorwand geschehen/abgeschlagen: sonder auch die grosse Mühe/welche Ennius vonLucernauß/wegen Zürich angewendet/war verlohren (K). Also hat Enniusallen Fleiß angekehrt / Leonem Jud und Bullingcrum/ (welche in ih-ren Gottseligen Predigen/theils laue/theils erkaltete Gemühter/zu heili-gem/und bey damahligen Läuffen erforderlichem Eifer anzuflammen/ge-

trachtet)

(c) §cem. Hiü. p. AA. (ä) !»lLrc. Ler/1 7 .kebr. aä Vsä. (e)OcLerncn6r«Uü«),HemmanHaberer2äLuU.8.7sn.i5;;. M r'rküu.c. (g) ^coo.aävrinZerum iz.Llsj, (k) 5 . OÜ-sci U/c. (i) 5cec1.r : 57 .». (k) LuUwZ.l.c.x.2.55.26Z.