Band 
Dritter Theil
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_Sechstes Buch._671

M wolte/wurd nach empfangenenWunden/außgejagt.Man entschlössesich/mit Fahnen und klingendem Spiel/aufden Molard/und so dann inSchlachtordnung für Baudichons Hauß zuziehen : selbiges mit demGeschütz in einen Steinhauffen zuverwandlen: und die Stattthor zu-beschliessen/aufvaß kein Evangelischer entwitsche. Sie waren desto toll-kühner/dieweil ihnen der Bischofs Carte Manche hinterlassen/um siezuversicheren/ daß was sie wider den Religionsfeind thun wurden / ergutheissen werde. Viel schnaufeten von Dräuen: luffen gleich den Ra-senden / und schryen / greiffet die Lutherischen Hünd an/rc. Die be-waffnete Priester allein / sollen 500. stark gewesen seyn» Doch dörfftensie sich nicht wagen: sonder warteten auf mehrere Compagnien: dereneine geführt wurd/von de Vegia/einem Dohmherr/ welcher der Evan-gelischen Versamlungshauß/ergcnhändig mit Feur anstecken wolte. Alsder letsteHaubkmann angeruckt/hat selbiger den Statthaubkmaii/Joh.Philipp/einen Bürgermeister/welcher für ein Lutheraner geachtet war/angefallen / und herdfellig gemacht» Es haben aber des Skatthaubt-manns Soldaten / sich ihres Haubts angenommen / den Störkopf ver-wundet/und desten Compagnie zerstreut» Indessen hatten die Evange-lische an Mannschafft und Muht sich verstärket: sich auf den Knyendem Gnaden-Beystand Gottes befohlen: sich in Ordnung gestellet: beyoffenen Thüren/den Angriff erwartende. Dohmherr de Vegia war all-bereit anmarschiert. Aber aufVernemmen/daß jener Haubkmann sichverkrochen / wendet er sich mit verzagtem Herz zurück/ gegen dem Mo-lard / als den Sammelpatz» Als wegen Rasens der Clerisey / und außForcht für einen Lutheraner außgeschryen zuwerden/niemand vom Friedreden dörffke; die durch dieStatt lauffende Weiberaber/alles mit Ge-heul anfülleten ; haben zween Kauffleuthe von Freiburg / welche denMarkt zu Genf besuchten/sich ins Mittel geschlagen. Sie thaten denersten Versuchstreich bey den Evangelischen/welchen sie ihre geringe An-zahl gegen einen viel mächtigeren Feind: und den grossen / der ganzenStakt bevorstehenden Schad/zu Gemüht geführet. Als sie diese zumFried nicht ungeneigt/auch den übrigen Bürgeren zuverschohnen/undallein an der Clerisey / als dem Zundel dieses Feurs / sich Mächen ent-schlossen befunden: haben diese Frömdlinge/der Clerisey vorgestellet/daßsie vielmehr in der Kirch sich einfinden/und betten/als auf solche Weisesich bewaffnen: auch das Volk vielmehr zum Fried anmahnen/als zumKrieg verhetzen solten. Sie könten aber dieß Stein nicht erweichen.Deßwegen sie sich zu den Rahtsgliederen gewendek/selbige ihrer Pflich-ten mimet/ und daß sie das besorgende Übel werden zuverantworten ha-

N-CV.

ZweyerFreibur»gern Ve»>mitlung.