Sechstes Buch. 679
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mand weder heim-noch öffentlich predige: er befahl auch Französische und 15Z4.TeutscheBiblen zuverbrenen/mit beygefügterBedräuung die zustraffen/ Predig-bey welchen sie hinkönfftig werde anzutreffen seyn.VierTag hernach/sind undB'bel-Gesandte von Vem undFreiburg/zuGenfangelangee. Die von Frei- Verbott.bürg haben angebracht; daß wann Genf den Lutherischen Predigeren/zupredigen gestatte/sie ihnen dkeBündnuß aufzusagen gewillek seyen.
Die von Bern begehrten/daß Fourbity wegen außgegossencr Schmäh- FouMttzworten/zur Verantwortung gezogen werde. Könne er darthun/daß die S« RedPredicanten solche seyen/wie er sage/werden sie selbigen eben so wenig geneur-als ehmahl den Prediger Mönchen verschohnen. Der Naht liesse denFourbity kommen/und nach alter Gewohnheit bey denen Szmciicis denSitz nemmen. Dessen Verantwortung war: Er hette wider Bernnichts geredt: begehre nicht zudisputieren: wolte nicht änderst als vorseinen geistlichen Oberen antworten/zumahl Christus Pilato auch nichtgeantwortet (s). Der Raht war zertheilt. Bey einen hat die Freund-schafft mit Freiburg: bey anderen die mit Bern vorgewogen. Alle be--zeugeten/ihncn were leid/wann Bern beschimpfet worden: anbey sagen-de / ße beladen sich deren geistlichen Sachen nicht. Als aber die Ab-gesandte hierüber denVundsbrieff aufden Tisch hervorgelegt/und sel-bigen dem Raht zurückgeben wokten (l); hat sie der Naht gebetken inn-zuhalten / mit Versprechen / den Fourbny/mit Vorbehalt der Bischoff-und geistlichen Freyheiten/zured zustellen. Sie liessen auch den Vicarierinneren / dem Fourbity zu bevorstehender vjspmgrion einen Leconä.oder Veysteher zuverfthaffen. Aber es wolte sich niemand hiezu brau-chen lassen : die Clerifey vermahnete vielmehr den Raht vom Vorha-ben abzustehen. Zugleicher Zeit kam ein Erpresser / mit BischsfflichemBefehl den Fourbity dem geistlichen Richter zuüberantworten. Des-sen ungeachtet ist Fourbity an! seinem Ort geblieben. Und als ihm einTag / an welchem er vor dem grossen Raht disputieren solle / angesetztworden: hat er übernommen/alles/so er aufder Canzel wider die C-vangclische Lehr geredet/auß H. Schriffk darzuthun.
Nach Ankunfft einer zweyten Gcsandschafft (am 24. Tag Jenner) Meute»durch welche begehrt worden / daß der Raht/ öffentliche EvangelischePredigen zuhalten / und zubesuchen gestatte: haben sich zwischen denen jUxn.Evangelischen und Papisten / verschiedene Schläghändel zugetragen.
Ein Evangelischer würd getödet von einem Papist/welcher sich hernach(samt Jvh.Porteri/Bischoffl.8ecrewrio) in den Thurn versteckt/umzu Mitternacht Sturm zuschlagen. Würd aber noch um xi. Uhr/dem
Raht
(i) O1h>ut. Oenev. x. r-7. ^ H. 6.