Sechstes Buch:
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tet werden möchte/hat solches der Raht bewilliget. Es haben aber öre 1x34.Evangclische Bürger (am i. Tag Merz) Farellum (welcher nun etlicheWochen lanq/ohne jemandes Einred/in denHäusern geprediget (^hat-te:) bey der Hand auf die Eanzel/imVarfüsser-Eloster Rive/geführt.
Dieses war die erste Evangelische Predig / welche zu Genf in öffentli-cher Kirch gehalten worden: zu deren von Freiburg so grossem Verdruß/daß sie den mit Genfaufgerichteten Vündnußbrieffentstglet: denGen-feren zu Hauß geschickt: und den welcher zu Genfgelegen/abgcforderet.
Dessen ungeachtet / ist der zu Rive einmahl eingeführte EvangelischeGottesdienst/und alle dessen Theil undPflichten/daselbst fortgesetzt wor-den. Nachdem diese Bündnuß abgethan worden/sind verschiedene Ei- Bekriege«ferer der Römischen Religion / auß der Statt gezogen 0 ). Es war reyen ab»aber zu Genf eine der H. Jungfrau/von einer Weibsperson gewidmete gethan-.Capell / zu welcher/ wegen vieler daselbst geschehenden Wunderwerken/strenge Walfahrten geschehen. Wann man / vor empfangenem H.
Tauff abgescheidene Kinder / dahin getragen / und selbigen Federleinauf den Mund gelegt/haben sothane Federlein sich gleich bewegt: wel-ches von den Mönchen/eine Würkung des Luffts/oker Athems: hiemitfür eine Anzeigung des von diesen Kinderen empfangenen Lebens/auß-gedeutet worden. Auch würd Schweiß und Harn von diesen Kinderengetrieben. Nun hat sich befunden/daß solches durch Bekriegerey gesche-he : deßwegen diese Walfahrt/am i r. Tag Mey abgestellt worden (b).
Am Pfingstabend / (den 2 r. Tag Mey) wurden Nachts/ denen vor derKirch zu Rive stehenden Bildeten / die Köpfe abgeschlagen / und in denBrunnen geschmissen. Sonderlich hat die Krasst des Worts Gottes/sich darinn geoffenbaret/daß als die Evangelische an der Pfingsten/dasH. Abendmahl gehalten / ein Meßpriester in seinem Meß Ornat zurH. Tafel sich genäheret/ plötzlich zu jedermansBestürzung / die Meß-kleider hingeworffen/ und sich zum H. Evangelio bekennt (cl). Ludovi-cus Bernard/ein Priester zu S. Peter/liesse sich ehelich einsegnen.
Um daß allbereit die halbe Statt sich für die Reformation er- Mord«klahrt: die in der Statt übergebliebene Päpstler aber; mit dem Bi- praetikenschoff/und umligenden Savoischen Adel/aufden rz.Tag (e)Heumon./ Zwerdie Evangelischen/ alldieweil sie in Farelli Predig weren/zuüberfallen/ei- ^ ^nen nochmahligen Anschlag gemachet: an dessen erwünschtem Außgangsie keines Wegs gezweiflet. Der Bischoff war ohnfehrn von der Statt.
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