_Sechstes Buch._^09
tiget dem Leser folgendes noch zumittheilen. Als Lutherus wegen Stein-schmerzen/weder zu Schmalkaiden denen Geschafften obligen/noch ant-worten können/hat er zwahr sein Stillschweigen gegen Herren Bürger-meister Meyer von Basel: Ph. Melanchthon aber hat selbiges am 15-Tag Merz auß Churf. Sachs. Befehl / gegen die v 11 . EidgnössischeStätte entschuldiget: mir Versicherung/daß Luther/alsbald er werdejuKräfften kommen seyn/der Länge nach antworten werde (ä). Bu-cer ist Luthers von Schmalkalden gen Gotha nachgefolget: und hat des-sen in etwas ernsthaffte Antwort/vorläuffig übertrieben (e). Luther:Antwort ist den i. Tag Christm. /^n. LNr. 15 z?- gefolget / diß Inn-haltsEr seye des hoch erfreuet/daß er vernommen/wie hindangesetzt/aller vorigen Schärffe und Verdacht / so er mit denen EidgnössischenPredigeren gehabt: Ihr (angeregten vn. Stätten) ganzer grosserErnst seye / Einigkeit anzuncmmen. -Solche grosse Zweytrachk könne„nicht so leicht und bald / wieder ganz ohne Ritz und Narben geheilet„werden. Dann es werden beyderseits etliche feyn/welchen solche don-„corclis nicht gefällig/sonder verdächtig seyn werde. Aber (schreibt L>.„Luther) so wir zu beyden Theilen, die wirs mit Ernst meinen/vest und„fleissig anhalten / wird der lieb Gott und Vatter wol feine Gnad ge-„ben/ daß es sich mit der Zeit/mit den anderen auch zukod btüte/ und„das trüb Wajffr sich wiederum setze. Ist derhalben mein freundlich„Bitt E. E. darzuthun und mit Ernst verschaffen / daß bey Euch und„den Eueren / die Schreyer so wider uns und die Loncorclien plaude-„ren/sich ihres Schreyens enthalten; und das Volk einfaltiglich lehren:daneben diese Sachen der Eoncoröien lassen befohlen seyn / denen diedazu berüfft und tüchtig sind: dieselbigen nicht hinderen. Gleichwieauch wir allhje/beyd m Geschafften und Predigen/uns ganz stillhalten/und mäfflgen / wider die Eueren zuschreyen / rc. „Des Fechtens und„Schreyens ist bisher genug gewesen: wo es hette sollen was außrtch-„ten„. Und zuvorderst wil ich ganz demühtig gebetten haben/ wolleneuch zu mir versehen / als zu einem / der es ja auch mit Herzen meine»Und was zu Förderung dcxLoncoi-^en dienet/so viel mir immer mög»sich rst/ an mir nichts ermangle» soll Das weißt Gott / den ich zumZeugen aufweine Secl nimm. Dann die Zweytracht weder mir / noch„memands geholffen/ sonder vielen Schaden gethan hat. Daß freilich„nichts nutzlichs noch guts darinn zuhoffen gewesen/und noch nicht ist.Als er folgends auf die Articul komt / spricht er: Ich weiß keinen
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