Band 
Dritter Theil
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N-C.G.

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Ernst-haffterAuß-spruchwider sie.

954 Helvetischer Kirchengeschichten

„anderen Sachen / keinen Gewalt üben/ noch fürnemmen / sonder einen„jeden im Recht verhören / rc..,. Weder der neue Kalender / noch dergüldene Bund / möchte bisdahm die Oberhand gewännen: und ist ih-nen wol zustatten gekommen / daß ihre verbündete / Römisch-gesinneteEidgnossen (welchen der Walliseren Bescheidenheit sehr unlieb gewe-sen)/durch die in Wallis regierende Pestilenz / an der / zu zehrn Jahrengewohnten Bundserneuerung gehinderet worden. Ihre Kinder habensie/angeregter Massen / in die nüchftgclegene Gemeinden Verngebiets/zum H. Tauff tragen lassenund trachteten nach einem besonderen E-vangelischen Prediger. Aber der Bischoff/ welcher sich ihnen nun mitallenKräfften widersetzt/ und die Elerisey/Haben 1^92. zuwe-gen gebracht/daß von dem Landraht ein Mandat außgegeben worden/in welchem allen Landlcuthen in Wallis gebotten worden / den Römi-schen Gottesdienst zubesuchen/und zuüben: oder die Güter zuverkauf-fen/und das Land zuraumen. Die Evangelische begehrten/daß man sieverhören wolte. Wurden aber ihres Begehrens abgewiesen. Darübersie gleichwol eine Glaubensbekantnuß gestelltt/die Verleumdungen be-antwortet/und begchrt/daß ein öffentliches Religionsgesprcich angestelltwerde. Wegen solcher vermeinten Aufzügen / sind sie im Christm. ^n.Lbr.i s yr. für den Landraht der Siben Zehenden bescheiden/von den E-vangelischen gewisse Artikul die man ihnen nachsehen solte/begehrk/aberabgeschlagen: darüber von den Evangelischen/zu deren übrigen Bestür-zung/der Schluß abgefasset worden / das Land lieber zuraumen/als sichmit dem Römischen Mcnschentand langer zubesudlen. Sie begehrtenendlich / daß man ihnen die Ursachen / warum sie ihr Vatterland mitdemRugken ansehen müssen/schriffklich gebe: welches man ihnen ver-sprochen. Ihr letste Hoffnung war / daß das Ansehen Lobl. StandsBern/etwas Milterung für sie zuweaen bringen möchte. Letstlich ha-ben verschiedene ihr Vatterland verlassen. Andere sind/weil man nochkeinen schweren Gewalt gebraucht / im Land geblieben. Denen vonLeugk/ welche es an Mitlen / und Ansehen denen zu Sitten vorgethan/auch die mehrere an der Zahl waren/hat der Bischoff/bis /w.LKr. 159z.nichts sagen lassen. Doch / um daß sie ihre besondere Versandungenhatten/erwarteten sie gleichesTractament/wie die zu Sitten empfan-gen. Weil sie dann nicht genöhkiget worden zur Meß zvgehen/wolterisie sich fehrners geduldet haben / so man ihnen nur gestattet hette/ ihreKinder ins Vcmgebiek/zum H. Tauff zutragen. Beneben sie auch ver-langeten/daß jemand in der Stille z r ihnen kcime/der bey ihnen Schulhielte / und predigete. Sie vermeinten / die von Sitten hetten sich zu-