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es dem Einfluß der orientalischen Sitten unterliegt und überallMonarchien an die Stelle der freien Verbände treten. Als indessendie Herakliden mit dem abendländischen Geschlechte der Dorierherandrängen, geben sie in dem Abendlande die Uebermacht, bildendie monarchischen Staaten zu feudalen Aristokratien um, in welchendie Bewegung an die Stelle der asiatischen Unbeweglichkeit tritt,und eröffnen endlich die abendländische Welt. Der Raub der Eu-ropa und der Helena, die Schicksale der Medea, die Eroberungdes goldenen Vließes sind lachende Dichtungen, in welche die Dichterdie unvermeidlichen Kämpfe dieser ungleichartigen Civilisationeneinkleideten. Die Unterjochung verwischt diese ursprünglichen Un-gleichheiten keineswegs, und der Wetteifer der Dorier und Jonierdauert so lange als Griechenland: die Wechselreichen Chancen diesesRingens bekunden sich in der Suprematie der Athener, von Cimonbis auf Perikles, dann wieder in der spartanischen Suprematienach dem Siege von Aegos Potamos, in der mit Epaminon-das entstehenden Blüthe Thebens endlich, bis zuletzt die makedonischeHerrschaft das verweichlichte Land widerstandlos dem überwiegendenEinflüsse des Occidents überantwortet. Während dieser Periodebewahrt ein speciell von Gott geleitetes Volk die ursprünglicheUeberlieferung in ihrer Reinheit; während bei den andern Nationendiese Ueberlieferung sich trübt in dem Maße, als sie von der Quellesich entfernt, bewahrt und verkündet jenes Volk die erhabenste Lehre:ein einziger Gott und das Weltall eine That seines freien Willens.
Dritte Epoche: 776 — 323. Von den Olympiaden bis auf Alerander.
Dieses Volk hat seine eigene Geschichte, während der übrigenVölker Geschichte schweigt oder sich in Fiktionen verliert, welchediesem Zeitalter den Beinamen des fabelhaften verschafften. Erst im8. Jahrhundert v. Chr. begannen die Thatsachen sich nach Epochenzu ordnen; die Aera der Olympiaden (776) für Griechenland, dieder Gründung ihrer Stadt (754) für die Römer, diejenige Nebu-kadnezar's (747) für die Babylonier und Egypten deuten an,daß auf die Fabel die historische Zeit, auf das Zeitalter der Heldendas der Menschen folgt. Die Religion bietet die erste chronologischeSicherheit dar in den Listen der Priester, welche die Priesterkasteaufbewahrt: hieraus schöpft Herod ot vorzugsweise, während späterPausanias alle historischen Einzelheiten an religiöse Monumenteanknüpft.