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Erster Band
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des Moses Lügen zu strafen: als sie jedoch mit gewissenhafteremFreimuth von Kenntnißreicheren befragt wurden, entschieden die Astro-nomie und Geologie im Gegentheile zu Gunsten jener Erzählung.

Daß die sechs Schöpfungstage nicht für gewöhnliche zu haltenseyen, ist eine Meinung, welche mit der Theologie wie mit der Ver-nunft übereinstimmt *). Kann unser Tag in Betracht kommen, da

Moro in Vezug auf Italien. Brocehi hat in seiner Einleimng zuseiner OonolüoloKia fossile sul»nxs»ii>nn eine so lange Reihe von ita-lienischen Gelehrten, welche über die Fossilien geschrieben haben, gegeben,daß kein anderes Land eine gleich große Anzahl auszuweisen vermag:man findet darunter sehr bekannte Namen, wie Moro, Vallisuieri,Generelli. Dem Baron Cnvier gebührt übrigens der Ruhm, nichtnur eine große Masse fossiler Knochen gesammelt, sondern auch mit die-sen Ueberbleibseln die Thiere, denen sie einst angehörten, festgestellt undeine Reihenfolge der verschiedenen, von der Erde verschwundenen Thier-gattirngen entworfen zu haben. Nach ihm vervollkommneten diese Wissen-schaft anss Ueberraschendste Brongniart, Hauy, Buckland, Co-nybeare, Deshayes, Ferrnsac, L. Fischer, Mantell, Gold-fuß, Jäger, Marcel de Serres, Elie de Beaumvni, v.. Buch,Agassiz, Sismonda, Pasini, Pareto u. A. — Als Voltairesagte, die Meerfossilien und die Ansterschalen, welche man auf denHöhen des Montmartre findet, möchten davon herrühren, daß Bürgervon Paris vor Jahrhunderten daselbst gefrühstückt, ahndete er wohl nicht,daß solche Erscheinungen, wenn mit Ernst untersucht, eine Wissenschaftergeben würden, welche die schlagendste Antwort auf seine nnweisenSpöttereien bilden.

') Ich will nicht eine theologische Abhandlung schreiben. Da ich indessenrückhaltlos glaube, was die katholische Kirche als Glaubensregel auf-stellt, will ich nachweisen, daß selbst die strengste Orthodo.rie sich mitder Annahme von sechs tellurischen Epochen statt Schöpfungstagen imengsten Sinne einverstanden erklären kann, Aus dem hebräischen Terteübersetzt die Vnlgata Hat lux und lux knetn est, welche partizipialischcForm (in der approbirten Uebersetzung v. Allioli: „Es werde Licht!Und es ward Licht.") ebensowohl eine fortgesetzte, als augenblickliche Hand-lung ausdrückt. Selbst die Ordnung der Schöpfung beweist, daß esGott gefiel, seine schöpferische Kraft durch stufenweise Entwicklungen zuoffenbaren. Origenes sagt (In 6on., I. IV. v. 16, t. I. p. 174 derBcnedikrinerausgabe) : „Welcher denkende Mensch könnte annehmen, dererste, zweite und dritte Tag seyen ohne Sonne, Mond und Sternegewesen." Der heil. Gregor von Nazianz setzt nach dem Bei-spiele des heil. Justus, Märtyrer, eine unbestimmte Periode zwischender Schöpfung und der ersten Ordnung der Dinge voraus (Or-rtio II,t. I, p. 51, Benedikt. Ausg.). Ein bedeutender Gelehrter glaubt, das