Band 
Erster Band
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die Felsen nach verschiedenen Richtungen spaltete. Daher findet manauch in den ersten Lagen, im Innern der Urgebirge, Schichten vonden manchfaltigsten Formen und Richtungen. Als das Wasser aufder Oberfläche der Erde erschien, drang es in diese Höhlen ein, wodie noch in Fusion begriffenen Massen aufstrudelten und sich kugelartigerhoben, wie die Trachytgebirge, oder sich über die Ebenen ergossengleich vulkanischen Ausbrüchen, oder schroffe Gipfel bildeten wie dieAlpen. Und gerade weil die Flözschichten nicht in steifen, geregeltenLagen sich vorfinden, sondern genau nach den Umwälzungen desganzen Erdballs sich richteten, kann man nach ihnen auf das Alterder Berge schließen.

Einzelne der Schichten sind erhöht, andere nicht, die geneigt-liegenden sind mit andern, neuern horizontalen bedeckt, welche sichbildeten, als der Berg sich bereirs erhoben hatte. Hieraus kannman auf das größere oder geringere Alter der Berge schließen, jenach der Anzahl der erhöheten Schichten. Die Berge, welche zueiner gewissen Periode sich erheben, erscheinen in einer mit einemgewissen Zirkelabschnitt der Kugel parallelen Richtung, so daß an denRichtungen und Schichten sich die Gebirge, welche gleichzeitigen Ur-sprungs sind, erkennen lassen.

So wird eine vom Innern der Erde ausgehende Erhebung auchdie darüber liegende Erdschichte mit sich in die Höhe heben, welchedemnach in der Schwebe bleibt, während die Erdschichte spätern Ur-sprungs die horizontale Lage beibehält. In dem sächsischen Erz-gebirge, in den Bergen der Bourgogne ((lüi« ck'or) und des Forez(Rhone- und Loire-Departements) sind die drei obern Erdschichtenhorizontal; erhoben liegt bloß der Gneis, welcher daher die ältesteBildung ist. In den Pyrenäen und Apenninen sind die zwei unter-geordnete Schichten erhoben, und die beiden der höher» Ordnung liegenhorizontal, welche daher weniger alt sind; so ist es auch in denGebirgen von Dalmatien, Kroatien und in den Karpaten. In denwestlichen Alpen sind die drei untern Lagen erhoben und nur dieFlözerde liegt horizontal. Der Mont-Blanc, der höchste europäischeBerg, ist weniger alt als die Pyrenäen und Apenninen. Im St.Gotthard, im Leberon bei Avignon, im Ventour im südlichen Frank-reich und in andern Centralalpen sehen wir die vier Schichten er-hoben; ebenso alt sind der Atlas, der Himälaya, jünger sind dieCordillcren.

Die Zwischcnräume, durch welche die Eruptionen der Bergegeschehen, durchfurchen die Erde in unregelmäßigen Richtungen.