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Die Sprache bezeugt einen gemeinschaftlichen Ursprung zwischen denVölkern unserer Nace: doch aber unterscheiden sich die Bewohnerder indischen Halbinsel in Formen und Farbe so sehr von einander,daß man ihnen eine besondere Klasse anweisen konnte. Die sorg-fältigst analpsirten europäischen Sprachen werden von zwei oder dreiRacen gänzlich verschiedenen Ansehens gesprochen. Die Tartarenund Türken sind physisch weit von den Mongolen unterschieden, unddoch sprechen sie Mundarten von einer und derselben Familie. Dieuralischen Sprachen verbreiten sich über Völker von der größtmög-lichen physischen Verschiedenheit; und die braunen Nationen Zn-dien's reden, gleich uns weißen Europäern, vom Sanskrit abgeleiteteIdiome.
Wer bedenkt, welchen großen Veränderungen und wesentlichenUmgestaltungen die Thiere, welche aus dem wilden in den zahmenZustand übergehen, oder umgekehrt, unterliegen, wie sich an dem Bei-spiele mehrerer nach Amerika eingeführter zeigt, wird die Verschieden-heit in den menschlichen Racen weniger unerklärlich finden. Und jeweiter die Wissenschaft fortschreitet, desto zahlreicher erscheinen dieseRacen, was den Uebergang von der einen zur andern und dieSchwierigkeit, sie mit bestimmten Merkmalen abzuscheiden, beweist.Selbst aber unter den Thieren begatten sich die verschiedenen Artennicht mit einander und die verwandten bringen nur unfruchtbare Ba-starde hervor; nur allein die Geschlechter derselben Familie könnenfruchtbare Mestizen erzeugen. Das ist nun auch genau bei denMenschen der Fall, welche in physiologischer Beziehung nur eine unddieselbe Gattung bilden; umso mehr, da die Dauer der Schwanger-schaft und des Lebens in der ganzen Menschheit gleich ist, überall,natürlich unter Berücksichtigung des Klima's und der Gewohnheiten,ähnliche Krankheiten sich zeigen.
Sicher ist es schwierig, die Verwandlung der weißen in dieschwarze Hautfarbe zu erklären; daß dieselbe jedoch Wirkung desKlima's ist, beweisen die allmäligen Uebergänge zwischen den Polenund der Linie, die man an den Dänen, Spaniern, Italienern, Mau-ren und Negern beobachten kann. Bekannt ist, daß das maurischeKind weiß geboren und innerhalb der ersten zehn Tage dunkler wird,während die Sarazenen, welche eine höchst zurückgezogene Lebens-
Der Sitz der Hautfarbe der Neger ist unmittelbar unter der äußernHaut im Zelleugewebe, tUpin, ve «eäe ct eausa eoloris täetkioxum.I^eiäeo, 1838.