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Erster Band
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Sprache nur eine Umbildung griechischer, italischer, arabischer undtartarischer Idiome sei, so sei auch die persische Nation nur eineMischung aus diesen verschiedenen Nationalitäten*). AuchDeninakonnte sich die Aehnlichkeit zwischen dem Griechischen und Teutoni-schen nur dadurch erklären, daß er annahm, die alten Germanenseien eine Kolonie aus Kleinasien gewesen **). Die Sprachen einerund derselben Familie bewahren unter einander eine eigenthümlicheArt von Aehnlichkeit, so daß die Uebereinstimmung partieller Ety-mologien nur dann eine Verwandtschaft bestätigt, wenn dieselbe biszu den Urstämmen zurückgeht; und je weiter die Forschung kommt,desto deutlicher zeigt es sich, daß man die Bezeichnungen von Mutter-und Tochtersprachen aufgeben muß, da alle in dem Verhältnisse vonSchwestern zu einander stehen, welche zwar in vielen Zügen ähnlich,aber auch hinwieder in wesentlichen Dingen von einander verschiedensind

Von den übrigen durch weite Zwischenräume, Berge, Flüsse undMeere getrennt, bildete jedes Volk seine Sprache unter den verschie-

') pl-oiexom. XVl, § 2.

'*) Ueber die Ursachen der Verschiedenheit der Sprachen. Berlin, 1783.

"*) Man vergl. Klaproth in der Lne^elnxeäie moäerns, Art. lmnxue«und I. v. Tylander, das Sprachgeschlecht der Titanen. Frankfurtam Main, welches Werk eine vergleichende Darstellung der ursprüng-lichen Aehnlichkeiten der tartarischen Sprachen inner sich und mit derhellenischen, sowie Betrachtungen über die Geschichte der Sprachen undVölker enihälr. Zunächst untersuchn der Verfasser die Mantschu-Sprachein grammatikalischer und syntaktischer Beziehung ; er vergleicht mit ebensovielen griechischen 2500 Mantschu-Wvrter aus der höhern, wie vertrau-lichen Sthlart, und gelangt durch diese Bergleichung zu dem Schlüsse,daß die Grundprinzipien, die Wurzeln, die Wortendungen die gleichenin beiden Sprachen sind, ja er äußert die Meinung, das Mantschu seiursprünglich ein griechischer Dialekt. Hieruächst dehnt er seine Unter-suchungen über die tongustschen Mundarten aus, deren mehr als zwei-hundert sind, über das Mongolische, Türkische, Tibetanische, Chinesische,Ungarische, Finnische, Samoyedische, Zenisaische, Beunouische, Kamtscha-dalische, Korgakische, Gincagirische, Sciu-tschv-koreische, Japanische,Birmanische, Siamesische, Anamanische, Pegmanische, Malerische,Georgisch-Simitische — und stellt als Resultat auf, daß alle Sprachen,welche heute in Europa, Asien, im nördlichen und nordwestlichen Afrika,wie auf den meisten Inseln zwischen Asien und Amerika gesprochenwerden, unter sich im nähern oder entfernter» Grad verwandt seyen,was die Syntar des Alt-Griechischen beweise.