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chen, wenn man nicht dahin die Stelle rechnen will, wo von derVereinigung der Len kllollim mit den Töchtern der Menschen, auswelcher Verbindung die Riesen entsproßten, die Rede ist; in derThat sagen auch die heiligen Schristerklärer, diese Stelle beziehe sichauf eine frühere Tradition. Etwas ganz anderes ist, daß denMenschen die Gottheit sich selbst, oder Lurch ihre Boten offenbart,um ihnen eine Wahrheit oder den göttlichen Willen kund zu thun;die Hindeutung auf den Erlöser, das wirkliche Vorbild der Tugendund Symbol der Menschheit, beugte auch schon der heidnischen Auf-fassung des Verhältnisses beider Naturen vor. — Selten ist vondem Anrufen des bösen Geistes die Rede vor der babylonischenGefangenschaft. Dagegen herrscht selbes im dualistischen Monotheis-mus der Perser und Meder vor. Uebrigens kam auf uns keineeigentliche Geschichte dieser Völker, sondern nur Erzählungen vonReisenden, nationale Dichtungen und einige Ueberreste baulicherKunst; überall begegnen wir übrigens als vorherrschend dem Kampfedes Guten mit dem Bösen, der Nothwendigkeit der Buße und Süh-nung. Später vermischte der Alles beherrschende Islam dieserUeberlieferung ursprüngliche Physiognomie.
Auch bei den Jndiern finden wir reichste Kunst, Dichtungenungeheuren Umfangs, jedoch keine Geschichte. Bei ihnen verknüpftsich Göttliches und Menschliches, und auch in innerer Beziehung,dergestalt, daß es unmöglich scheint, ihre Geschichte herzustellen, d. h.die menschlichen von den göttlichen Dingen zu trennen. Wilfortbemüht sich höchlich, mit unsern Geschichten Namen und Zeiten derindischen Ueberlieferungen in Einklang zu bringen, wodurch er indessennur deren Ungewißheit in um so helleres Licht stellte; die indischenGelehrten behaupten, aus ihren Dichtungen die Reihen der Königegezogen zu habe», selbe sind aber nur Namen mit gar keinen oderwidersprechenden und absurden Einzelheiten.
Hiemit entschieden im Widerspruch, ermangelt China gänzlichder Dichtung, und es bleibt ihm nur die positive Geschichte, ohneheroische Zeiten. In einem Lande, wo der Kaiser Alles ist, Beherr-scher des materiellen Himmels, unveränderliches Vorbild für alleZeiten, kann weder von einer heroischen Periode, noch überhauptvon Helden die Rede sein; die Mythologie beginnt mit einem Könige,welcher die Volkszählung, die Messung der Aecker, die Grabungvon Kanälen und die Aufzeichnung der Sternnamen anordnet.
Die Geschichte der Völker Mittelasien's beginnt kaum erst sichaufzuhellen; die der Tibetaner geht nicht weiter, als bis zum