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Erster Band
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7. Jahrhundert, die der Mongolen nur vis zum 12. Jahrhundertzurück; die Geschichte der wichtigsten türkischen Völker verliert sichin der arabischen, und nahm die verwischende Farbe des Koransan. Der erste historische Held der Tibetaner, der König Strongd-san-Gambo, welcher den Buddhismus verbreitete, wird, wie auchseine Nachfolger, als eine Emanation der buddhistischen Gottheitdargestellt. Auch Gengis-Kan der Mongolen gilt für einenSohn von Cormusda (Hormus), dem Herrn der materiellenWelt; indessen haben Tibetaner wie Mongolen alte Heldengesänge,von denen diejenigen besondere Aufmerksamkeit verdienen, welche denTibetaner Gesser-Kan, gleichfalls Sohn des Cormusda,feiern; desselben geschieht auch in den chinesischen Annalen Er-wähnung.

Diese Helden gehen der positiven Völkergeschichte voraus;wahrscheinlich erhob sie ihre höhere geistige Entwicklung in derThat über ihre Zeitgenossen, und machte sie zu Gesetzgebern undWohlthätern ihrer Nationen, so daß niemals ihr Andenken gänzlicherblaßte; dem Volke, welches sich ihre geistige Ueberlegenheit nichterklären konnte, galten sie als höhere Wesen; die Poesie umgab siesodann mit ihren Wundern und dem vollen Pompe einer reichenPhantasie. So sehr sich nun auch die historische Wissenschaft be-mühen muß, sie wieder auf menschliche Verhältnisse zurückzuführen,so verdienen diese Helden doch stets unsere Verehrung, als die erstenVerbreiter des Edlen und Großen unter den Menschen. UnsereGeschichte wäre eine taube Frucht, wenn sie nicht verstünde, diesesGefühl lebendig zu erhalten, das Andenken dieser großen Männerzu feiern.

Eine zeitgenössische Schule sucht mit einem großen Aufwandevon Gelehrsamkeit und Phantasie den Schleier der Mythologie zulichten, um hiedurch die Gränzen der historischen Zeit weiter hinaus-zurücken; es gelingt ihr dies jedoch ebenso wenig, wie einer nochstrengern Kritik die Bemühung, vieles für historisch Geltende wiederzur Mythologie zurückzuweisen.

Und doch müssen wir dieser fabelhaften Zeit unsere Aufmerk-samkeit zuwenden, denn auf ihren Helden beruht die künftige Kultur,wie jener eigenthümliche Geist der Völker, welcher der Zeit, h^n ge-waltsamen wie friedlichen Eroberungen der Civilisation und Reli-gion widersteht. Die Chinesen werden stets kalt, positiv förmlichsein wie ihr Aao. Manetes baute Memphis, regelte den Laufdes Nils, grub Wasserbehälter; und die ewige Sklaverei der Egypter