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Erster Band
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Lagern so viel als möglich die Annehmlichkeiten des Wanderlebensverbinden wollte, schloß in dieselben Flüsse, große Gärten und ganzeLandschaften ein, welche sich zwischen den Wohnungen ausbreiteten.Darum ward auch die Brücke in Babylon, wie zwischen zwei feind-lichen Lagern, aufgezogen. Marco Polo erzählt, die von Cublai-Kan, dem Nachfolger des Gengis-Kan, erbaute Stadt Taiduhabe zehn Stunden im Umfang und bilde ein regelmäßiges Viereck,welches eine zehn Schritt dicke Mauer umschloß; die Straßen warenstreng nach der Richtschnur angelegt, die Häuser regelmäßig viereckt,die Paläste umfangreich mit Höfen und Gärten; ringsum lagen un-absehbare Vorstädte mit geräumigen Caravanserails und bis zu 25,000Freudendirnen.

Asien ist in neuerer Zeit, was es im Alterthum gewesen, undum die Zweifelsucht zu beschämen, welche alles Wunderbare leugnet,bestehen noch Peking, Nankin, Delhi, die egyptischen Pyramiden,die unterirdischen Begräbnißstätten von Elephanrine, die chinesischeMauer.

Der Boden lieferte das nöthige Baumaterial in dem Thon,welcher an der Sonne getrocknet oder im Ofen gebacken ward, undim Schwefel, der als Mörtel diente solches Bauwerk ist zwarminder dauerhaft als das aus Granit aufgeführte, jedoch keineswegs,wie mehrere Historiker behaupten, gänzlich verschwunden; von Ninivefanden sich zwar erst jüngst einige Spuren sehr wenige auch

*) Bei den großen Gebäuden von Pacarüambo in Peru ist der Asphaltals Mörtel verwandt.

**) Im I. 1843 entdeckte der franz. Consul, Emil Botta, Sohn des Hi-storikers, Spuren eines ungeheuren Gebäudes in der Gegend des altenNinive. Zu Khorsabad entdeckte man nach der Entfernung einiger Hüt-ten einen in vielen Theilen trefflich erhaltenen, 300 Meter im Umfangeinnehmenden assyrischen Palast. Er ist aus Backsteinen erbaut nnd niitzwei Marmorplatten, von drei Meter Dicke eine jede, belegt; auf den-selben sind ferner zwei Reihen Skulpturen, nnd zwischen diesen befinde»sich keilförmige Inschriften, welche, in die Länge gelegt, 30,000. Meterbedecken würden. Dies war wahrscheinlich eine unterirdische Königsburg ;man fand daselbst Idole aus gebrannter Erde, glacrrte Thecgesässe, Löwen,geflügelte Stiere rc. Der Fußboden besteht aus gestampfter Erde und kleinen,,schuppenartjg über einander gelegten Kieselsteinen. Bon den Skulpturenstellen viele mit den babylonischen Cylindern verwandte religiöse Gegen-stände dar, eine den König in seiner Kleidung und die verschiedenen Ge-bräuche, welche sich auch bei den spätern Persern wiederfinden, auch großenReichthum pon Franze» und Zierrathen. Der König allein hat in den