Band 
Erster Band
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mehr von Ecbatana und Susa; allein nach den Verwüstungen sovieler Eroberer und nachdem neue Städte mit seinen Trümmernerbaut worden, bedeckt der Leichnam Babylons noch immer 18 Stun-den, und man findet die Spuren des Thurms und Tempels desVelus, der hängenden Gärten und der königlichen Wohnung.

Ruinen von Babylon.

Verläßt man Bagdad und folgt dem Lauf des Tigris, so gelangtman in die Ebene von Bagdad ; in dieser Wüstenei zwischenzwei Wüsten erblickt man blos Backsteine, deren sich die Araber seitJahrhunderten zum Bau ihrer Häuser und Moscheen bedienen.Die Haufen dieser Steine und die Ausgrabungen bilden großeThäler und hohe Berge in dieser noch immer vom Canale Nebu-chadnezars und andern halb verschütteten Kanälen durchschnittenenEbene. Die hohe Mauer, welche Darius in seinem Zorn um150 Fuß erniedrigen ließ, und die durchaus mit Zinnen versehenwar, wie aus den Münzen mit dem den Löwen besiegenden Stierund dem Bilde des .Jupiter von Tarsis, d. i. Belus, hervorvorgeht,wird angedeutet durch Haufen von Backsteinen, welche durch dieSonnenhitze wie in einem Glühofen verglast worden.

Rechts vom Euphrat sieht man noch die acht Dämme zur Ab-haltung der Ueberschwemmungen, und man erkennt die Spuren der220 Meter langen Brücke der Semiramis mit ihren gleichfallsaus Backsteinen erbauten Pfeilern. Man nennt Virs-Ncmrododer Flecken des Nemrod das älteste Denkmal von Babylon, näm-lich einen großen Hügel von verfallenem Bauwerk von über 2000

Kriegen die Auszeichnung des Wagens, die andern gehenden und rei-tenden Kämpfer kniecn nieder beim Bogeuspannen; andere Skulpturenstellen Jagden, Triumphe,Gastmähler, auch Weiber und wollüstige Scenendar. Die Inschriften sind den babylonischen ähnliche Keilschriften, wieauch wohl die Sprache die nämliche war, nämlich das Chaldäische. —Lajard entdeckte im Jahr 1846 zu Rimrvd einen andern Palast, undzwar wie er vermuthet, genau auf der Stelle Ninive'sz auch dieser istmit geflügelten Löwen und großen Marmorplatten mit Basreliefs undkeilförmigen Inschriften versehen, theilweise trefflich erhalten.

Niebuhr erwähnte zuerst der Ruinen Babylons, der Engländer KerPorter ist jedoch genauer.' Rich, Consul in Bagdad, beschrieb sie bisins Einzelste; sein Werk wurde in der französischen Uebersetzung vonRaymond, früherem Consul zu Baffora, im I. 1818 berichtigt undvermehrt. Im I. 1817 unternahm Mignan eine Reise nach Chaldäa,«m die Ruinen Babylou's zu beschreiben.