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erschafft das Licht, welches die Söhne des Chaos, die Ungeheuer,tödtet, und auf die von jener erzeugten Verwirrung die Ordnungfolgen läßt; endlich erschafft er aus seinem und untergeordneterGötter Blute, vermischt mit Erde, die Seelen der Thiere und Men-schen, welche deßhalb alle göttlichen Ursprungs sind, während diehimmlischen wie irdischen Körper aus dem Wesen Omorca's, d. i.der Materie, bestehen. — Schreckenvolle Ereignisse bereiten derMenschheit den Untergang, es ersteht aber ein neues Geschlecht ausdem Blute eines sich freiwillig opfernden Gottes. Alsdann erscheintOannes, Fischmensch, welcher täglich dem rothen Meere entsteigt,um den Babyloniern Gesetz und Weisheit zu verkünden. — DieseUeberlieferungen kennen wir von Berosus, der zur Zeit Alexan-der des Großen lebte, wo aber bereits zwei Jahrhunderte langdie Perser über die Babylonier herrschten, deren Lehren wir dahernicht genau kennen; das System der Emanation, welches BerosuSaufstellt, ist weit entfernt von den Dogmen der Zendavesta.
Solche Trübungen der Urüberlieferungen verbanden die Chal-däcr mit astronomischen Thatsachen, in dem Glauben an die Ab-hängigkeit der irdischen Ereignisse von den himmlischen Bewegungen.Anders wie die Magier und Brahminen, ließen sie daher das Geistigedem Körperlichen nachstehen, und während die Jndier daS Univer-sum betrachteten, als ein großartiges Schauspiel, welches Gott sichselbst gegeben, den Persern das Weltall ein immerwährender Kampfzwischen dem Guten und Bösen war, erblickte in demselben die religiöseAstronomie der Chaldäer eine unveränderliche Harmonie.
Bei ihrer Verehrung für die beiden zeugenden Prinzipe sindihre feierlichen Umzüge mit den obscönen Symbolen des Phallusund Cteis nicht staunenswerth. Sie opferten ihren Göttern,vielleicht sogar Menschen. Es war ein Zug dieses unsittlichen, wiebarbarischen Kultus, daß jedes Weib wenigstens einmal im Tempelder Militta sich einem Fremden hingab, der den Preis ihrer Schandeihr bezahlte mit den Worten: Ich bitte die Göttin Militta, dirgeneigt zu seyn
Sind auch solche Thatsachen in grellem Widersprüche mit unsernheutigen Sitten, so müssen sie doch darum nicht als unmöglich ge-läugnet werden. Bekanntlich verkehrte der Welthandel überall dieAnsichten von der Keuschheit und dem Verdienste der Enthaltsamkeit
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