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Erster Band
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und wurden von den Reisenden häufig ähnliche Sitten angetroffenDie sich selbst überlassene menschliche Vernunft verfällt aus einemWahn in den andern, so daß der Mensch in der schönern und sohoch zu schätzenden Hälfte des menschlichen Geschlechts bald Freun-dinnen, Gefährtinnen, Göttinnen, bald ein Möbel, eine Waare, einLuruS- oder Lastthier, ein Sühnopfer erblickt. Wir haben Mühe,den Geschichtschreibern zu glauben, wenn sie uns erzählen, daß trotzdem die Frauen höchst keusch in der Ehe lebten und nicht getrenntvon den Männern, wie es im Orient Sitte ist, sondern sich zu Tischemit den Fremden setzten, und als Gattinnen und Mütter geehrtwaren. Die Schönen versteigerten sich, und mit dem Steigerungs-preis wurden die Häßlichen ausgestattet. Fiel die Ehe unglücklichaus, so war sie gegen Rückstattung der bezahlten Summe gelöst.Ein eigens hiefür eingesetztes Gericht beschäftigte sich mit der Ver-sorgung der Mädchen und der Bestrafung der Ehebrecherinnen. —Andere dagegen erzählen von obscönen Banketten, wo die Frauenmit den Kleidern die Keuschheit ablegten, nicht blos die Basaderen,sondern auch die Frauen und Töchter der Angesehensten

Illo^no, I>L UsI»)Io»!aimi» instituto lolixiuso. — Voltaire leugnedie Prostitution zu Ehren der Venus Nlilitts aus dem einzigen Grunde,weil solches der menschlichen Natur widerstrebe. Indessen, die cghptischenKönige Rhamsinit nnd Cheops gaben um des Gewinnes halber ihreTöchter hin. Die Weiber des alten Syrthis boten nnd bieten sich nochden Fremden dar. (Hciockot, IV, 168. Heils Dells) Die Lappenbetrachten es als eine Ehre, weitn ein Fremder das Lager ihres Weibestheilt. Nach Bruce geben sich die vornehmen Abyssinerinnen bei denGastmählern öffentlich nach Laune nnd Lust hin. Die Arrests leben inGemeinschaft der Frauen. Die Königin von Haiti lebte mit ihrenSemreiiträgern. (Reisen der Mission, im stillen Meere. VUiI. tmit.t. XVIII.)Muff man darum nicht minder schwergläubig sein Betreffs der Mitthei-lungen Herodot's über die Agatirsts und Meffageten? So sehr hattesich die ursprüngliche Erleuchtung in Finsterniß verwandelt!

Vcrgl. die Erzählung der heil. Schrift von den Gastmählern des Bal-dassar. —- Tckbera ooiguxes oiim Ilospltibns stupra coii e, inockuprctium üsxitii cketur, xsrcntos inaritigus pstiuntui'. Vominsrumcanvivis insuntium, in prinoipio nrockestus Iisbitus) ckvin summngusoquo smiouls exuunt, psulstimguo puckorem pootsnnnt; »ck ultimum(Iranas suridus sit) >ms eorporum velsments prosisiunt. Xee meie-tiicum Iiao ckockecus est, sock mstronsrum virxinumgue spuck gus«somitss Iisbotur vulxati ooixoins vilitss. tzuint. Duickius, V, 1.