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Erster Band
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Wanderschaft begleitet; gedachten Gottes und der Herrlichkeit ihresVolkes, vernahmen des Allerhöchsten Wort aus dem Munde desOberpriesters und erneuerten in der friedlichen Freude des Liebcö-mahles das Gefühl der Verbrüderung und der Nationaleinheit.

Verfassung.

Moses hatte in Egppten die Verwerflichkeit der Monarchieund des unmenschlichen Kastenunterschiedes kennen gelernt. Israelsah sich in der Wüste einig, in der Abstammung von Abrahamwie in der Hoffnung der Erlösung, und gleich, weil Alle vonSklaven Pharao's sie sich erhoben hatten zu einer, von irgend einerKaste, die eben darauf ein Vorrecht gründen konnte, keineswegsoctroyirten oder eroberten Freiheit. Darum ist die von Moses ge-gebene Verfassung weder monarchisch, noch aristokratisch, noch demo-kratisch. Ihr erster Arkikel lautet:,.Jch bin Iehovah, dein Gott, derdich aus Egppten geführt hat. Gott ist daher der eigentliche Sou-verän der Hebräer; von ihm geht aus die allein rechtmäßige Ober-gewalt und die Gleichheit Aller unter Gott oder dem, von ihm zurBelohnung oder Strafe eingesetzten Oberhaupt. Moses wolltenicht König sein, auf seine Familie die Obergewalt nicht vererben.Seine Söhne verloren sich unter die Leviten und zur Vollendungdes Befreiungswerkes fiel die Wahl auf den Würdigsten: denJosua.

Die spätern Gesetzgebungen der andern Völker vermochten nichtwieder, die erhaltende und vervollkommnende Autorität in sich zu ver-binden, um hiedurch den Fortschritt in der Ordnung zu erzeugen.Hier war diese Verbindung bewerkstelligt durch die Beziehungenzwischen der priesterlichen, gesetzgebenden und der weltlichen, aus-führenden Gewalt; als Mittelglied dient ihnen eine dritte, geistigeGewalt, der wahre Mittelpunkt der Hierarchie, der über die Doctrinwie über die Beobachtung des Gesetzes, der bürgerlichen und geist-lichen Einrichtungen wacht. Diese höchste Autorität ruht auf sechzigNettesten, welche aus den Weisesten der zwölf Stämme gewähltwerden. Sie wenden das Gesetz auf den besondern Fall an, zufolgeder Auslegung der Priester, unv haben als Oberhaupt den Pro-pheten, welcher, an der Spitze der geistigen Gewalt stehend, die sitt-liche Entwicklung vorbereitet, indem er den Blick beständig auf dieZukunft gerichtet hätt. Unter den Richtern beruhten die ausübendebürgerliche Gewalt und geistige Autorität in den Händen einesEinzigen.