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wendigkeit, das Volk von den fremden Nationen und ihren aber-gläubischen Gebräuchen fern zu halten.
Bevölkerung.
Kein anderes Volk befolgte besser als die Hebräer die Vor-schrift : wachset und vermehret euch; denn die Hochschätzung derVaterschaft und die Vertheilung des Bodens trugen wesentlich zurVermehrung der Bevölkerung bei. Der erwünschteste Segen warder einer Menge von Kindern, um den Tisch sich reihend, wie diefröhlich treibenden Zweige des Oelbaum's; dazu kam jedes JsraelitenHoffnung auf die Geburt des Emanuel in seiner eigenen Nachkom-menschaft, weßhalb auch die Geschlechtsregister mit großer Sorgfaltgeführt wurden. Heirathen und Beschneidungen waren Feste fürden ganzen Stamm, und der Neuvermählte blieb ein ganzes Jahrlang vvm Kriegsdienste und jeder andern persönlichen Verpflichtungbefreit.
Berglcichung mit andern Gesetzgebungen.
Während den Chananitern, Moabitern, Ammonitern ihre Religionbefahl, die eigenen Kinder der Gottheit zu opfern, die Orientalenaus Eifersucht und Aberglauben die Verschneidung einführten, verbotMoses dies aufs Strengste und entzog den Verschnittenen denGenuß jedes bürgerlichen Rechtes. Ringsum herrschten erblicheDespoten, deren Wille das Gesetz war, bei den Hebräern schloß eineVerfassung mit Volksvertretung und ein geschriebenes Gesetzbuch dieWillkürherrschaft aus. Bei den andern Völkern ist eine Priesterkastedie geheimnißvolle Hüterin des Wissens und der Ueberlieferung:hier werden die Bücher, welche die Neligionsvorschristen, Dogmenund Lehren enthalten, von jedem Jsraeliten gelesen, erforscht, demGedächtniß anvertraut. Bei jenen schrecken und verdüstern Magieund Zauberei die Gemüther: da ist es verboten, Magier und Zau-berer zu befragen, der falsche Prophet und Traumdeutcr wird ge-steinigt. Bei den übrigen Völkern war der Fremde verhaßt alsetwas Profanes, Moses aber befiehlt: Betrübet und beeinträchtigetden Fremden nicht, erinnert euch, daß auch ihr Fremde wäret imLande Egyptcn Eine gleiche Gerechtigkeit fand der Fremde und
) Eine falsche Ansicht bestreuet der Hebräer Gastfreundschaft gegen Fremde;wir erinnern an Jercmias XXIX, 7., wo solche vorgeschrieben wird-Philo sagt, der hebräische Oberpriester habe für die Fremden gebetet.