Band 
Erster Band
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! vergißt kein Glied der genealogischen Kette, führt gerne Redensartenund Sprüchwörter an, ergeht sich in Beschreibungen der Schönheitender Natur, besonders der Frauen, worauf dann unfehlbar der Aus-ruf folgt: „Ruhm sey Gott, der die Frau erschaffen!" — So denkeich mir nun auch die alten Hebräer, wie sie aufmerksame Gruppenum irgend einen Scheik bilden, um aus dessen Munde die in Chronikenoder der Ueberlieferung erhaltenen Erzählungen zu vernehmen.

Von den übrigen Büchern des Pentatenchö enthält der Leviti-! cus die Einführung des Priesterthums und die einzelnen Bestim-! mungen eines Kultus, welcher, als Schatten und Vorbereitung des1 geistigen Opfers, einst auf immer diesem weichen sollte")' Das! Deuteronomium enthält die letzten Vorschriften Mosis an die^ Israeliten und schließt mit der erhabenen Dankhymne.

Auf die fünf Bücher Mosis folgen die Bücher Josua, derRichter, Ruth, die beiden Bücher Samuelis, die beiden der Könige,^ die beiden der Chroniken, die beiden von Esdras und Nehemias,

') Der Beweis hicvon liegt in den Riten, welche Symbole und Vorberei-tungen ans die christliche Buße sind. „Am 10. Tag dieses siebcnrenMonats... da sollt ihr wehe thun euern Seelen. Kein knechlisch Werksollt ihr zur Zeit dieses Tages thun, weder der Einheimische noch derFremdling, der unter euch weilet. An diesem Tage ist euere Versöhnungund die Reinigung von allen euern Sünden: ihr Werder rein vor demHerrn.... Es soll aber der Priester, der Gesalbte, versöhnen, dessenHände geweiht sind . . . und das Heiligthum versöhnen, und das Zclcdes Zeugnisses, und den Altar, auch die Priester und alles Volk." Nachder Versöhnung der Priester kommt die des Volks. Dieses bot zu deinZwecke dem Oberpriester zwei Böcke für die Sunden und einen Widderals Brandopser. Bon den Böcken ward der eine geopfert, der anderemit allen Sünden Israels belastet, in die Wüste entlassen. Leicht erkenntman den figürlichen Sinn dieses Bildes. Das reine Lamm sollte nichtallein leiden, sondern auch der Bock; d. h. das Volk sollte seiner Seelewehe thun in diesen Tagen der Buße. Den Bock stellte der Priesterlebendig vor den Herrn, legte ihm die Hände auf den Kopf, bekanntealle Vergehnngen der Kinder Israels, alle ihre Missethaten und Sün-den, und „wünschte sie über sein Hanpt" und sandle ihn dann-in dieWüste. Der Talmud und Jerusalem bewahrte eine Gebet- und Sün-denbekeimtnißsormel, welche der Hohepriester im Namen des Volkes ans-sprach: „Domino, makixue exis, et in oxiniono animogue mal« con-«tantei' stet!, et in via. lonxingua ambulavi; siout vxo kcoi, amplimsnun kaoiam, 8it voluntas et bouoplaeitum tnum, Domino Dons, utelpios omnos ximvarioationes meas, et paroas Omnibus iniguitatibu«moi», et eoiillones omuia xeeeata me».^ Nach der Mischna lantete