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was sich in diesem Leben ereignet, ist Strafe oder Belohnung, alsFolge eines frühern Lebens; die Ehe ist um so heiliger, als sie dievon der Vorsehung eingeführte Weltordnung unterstützt; selbst derTod zerreißt das Band zwischen Vater und Sohn nicht, weil nurdieser den frommen Uebungen für den Erzeuger nachkommen kann;ein Unrecht bleibt nicht nur niemals verborgen vor Gott und demGewissen, „dem einsamen Alten und Propheten des Gewissens,"sondern bringt sogar Schmerz und Schauder in die ganze Natur.Ist nicht alles, was uns umgibt, belebt von den Seelen unsererMitgeschöpse? Daher die große Pietät für jedes Thier, die innigeLiebe zu den Blumen, zu dem. einfachsten Gräschen, zur ganzenSchöpfung. Während aber diese Sympathie des Jndiers für allesErschaffene so weit geht, daß er Spitäler für alte und kranke Hundeanlegt, hat sie zugleich die Folge, ihn für die Leiden des Neben-menschen gleichgültig zu machen: wenn er leidet, so hat er es ver-dient ; daher mag auch der Kranke den Insekten eine Beute werden.Der Spiritualist Malebranche verfiel in das andere Ertrem : über-zeugt, daß die Thiere nur Maschinen seyen, treibt er seine Lieblings-hündin hinweg, ohne sich um ihr klägliches Geheul zu kümmern.
Ist der Pantheismus, die Grundlage der irdischen Religion,grober Art, so führt er zu einem materiellen, wollüstigen Lebe». Ister feiner, vergeistigt, so hat er die Folge, daß der Mensch, welchernichts Wirkliches zu seiner Stütze findet, darnach strebt, sich von demSchein der Dinge frei zu machen: daher der Jndier entweder wei-bische oder im höchsten Grade aseptische Lebensweise, voll der streng-sten Bußübungen. Der Tod ist lediglich ein Uebergang von einemLeben zum andern: weßhalb ihn daher fürchten? Sich der träu-merischen bjnthätigkeit, wozu ihn sein Klima einladet, hingebend,fühlt der vom Hunger erschöpfte Jndier seine Kräfte weichen undlehnt sich wider eine Banane, um stehend zu sterben; die heißhunge-rigen Hunde folgen ihm aus Instinkt, um ihn zu zerreißen, ehe ernoch kaum den letzten Seufzer ausgehaucht: er spricht sein geheim-nißvolles oum, während die gierige Meute ihn umgibt und auf dasBrechen seines Blickes wartet. Die Wittwe, welche die Leiche ihresgeliebten Gemahls verbrennen sieht, stürzt sich in die Gluth, die siemit ihm in einem andern Leben vereinigen soll.
Wenn beim Feste des Wagens (Dirunnal) Tausende den Wagendes Gottes ziehen, umgeben von den Gesängen und obscönen Tänzender Bajaderen, stürzen sich von allen Seiten Vater und Mütter mitihren Kindern auf den Armen unter die ihre Körper zermalmenden