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Mischlingskasten.
Ein Jeder muß sich in seiner eigenen Kaste verehelichen; dasKind von Eltern aus verschiedenen Kasten geht in die Mischlings-kaste über. Derselben fällt auch derjenige anheim, welcher sich Be-fugnisse einer hoher» als seiner eigenen Kaste anmaßt. Die Misch-linge sind der Mehrzahl nach Handwerker
Unserer Meinung nach sind die Sudras die ursprünglichenEingebogen, welche die Kriegerkaste unterwarf; diese herrschte wohlzuerst und führte jenen Erbadel ein, in welchem der Sohn in dieRechte des Vaters eintritt. Vielleicht war ursprünglich die gleich-falls erbliche Priester- oder vielmehr Gelehrtenkaste ein semitischerStamm, der eine reinere Ueberlieferung der Wissenschaft und desGlaubens der Patriarchen sich erhalten hatte; vielleicht auch unter-warfen beide, die Brahminen mit den Kriegern im Bunde, Indienin derselben Weise, wie die Spanier Peru unterwarfen, mit demSchwert und dem Kreuze. Die Eingebogen der letztem Länder sind
keinen Sklaven gibt, hierin sind sie den Spartiaren ähnlich, mir daßdiese die Heloten haben für die gemeinen Dienstleistungen und deßhalbauch keine Sklaven gebrauchen; die Zndier haben jedoch nichts der-gleichen.
*) Gegen Ende des 5. Buches des Mahabarat sagt Dnrdjon in einerVersammlung: Und ich werde ein Ereignis erzählen, welches sich ausdas eben Mitgetheilte bezieht. Erghe herrschte zu Malva; sein Heerbestand blos aus sinthryas und der Krieg brach aus zwischen ihm unddem Könige der Brahminen. In allen Schlachten wurden die, obgleichan Zahl den Brahminen überlegenen Lathryas geschlagen. Endlichgingen die Lathryas zu den Brahminen und fragten sie : „Warum siegtihr immer, obgleich wir zahlreicher sindund die Brahminen ant-worteten . .. Hier bricht der Text ab. — Beiläufig ist hieven auch dieRede im Ramayan, da wo der Streit erzählt wird, den ViswaMi rhras, Raja der Xathryas , mit B a sista, dem Oberhaupte derBrahminen harre, der ihm die heilige junge Kuh verweigerte, bevor erdurch Buße sich der Herrschaft über die Weisen sich würdig gemachthabe. Dies ist auch die Ansicht von Ram Mohnn-Roh, einesneuern Brahminen, dessen wir anderweitig erwähnen werden. Er glaubt,daß in den ersten Zeiten, als die Kasten kaum gegründet waren, dieökathryas Gewaltthätigkeiten begingen, in Folge deren die übrigen Kastensie besiegten und zu einem Vergleiche gelangten, dessen Resultat war,daß fortan die Brahminen die gesetzgebende und die Xarhryas die aus-ftihrende Gewalt harten. Die von allen Aemtern ausgeschlossenen Vrah-