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Erster Band
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Darum auch verabscheut der Jndier den Paria als einen Verfluch-ten Gottes, der die großen Verbrechen eines frühern Lebens abbüßt.Diese Unglücklichen sind allen möglichen Demüthigungen unterwor-fen; es ist schimpflich, mit ihnen zu sprechen; Wasser und Milch,über welche ihr Schatten hingeht, sind unrein; die Quelle, aus dersie schöpfen, müssen sie mit Thicrgebeinen umgeben; wer von ihneneinem Krieger nahe kommt, kann von diesem getödtet werden. Aus-geschlossen vom Nationatkultus, haben sie ihren eigenen, gänzlich ver-schiedenen, was gleichfalls ihren besondern Ursprung beweist. Beiihrer blinden, erbarmungslosen Unterwerfung unter das Geschickverweigern ihnen die Jndier ihre selbst den Thieren geschenkte Theil-nahme; anderseits läßt vermöge der natürlichen Indolenz und ein-gewurzelten Gewohnheit der Paria in seinem Geschlechte Schandeund Sklaverei fortbestehen, während die fortschreitenden NationenEuropa's sich emporzuschwingen wußten, zu Rom, indem sie die Plebsdem Patvciat, im Mittelalter, indem sie die Communen dem Feudal-adel an die Seite stellten.

Die nomadischen Völkerschaften widersetzten sich stets dieser eng-umschlossenen Ordnung und duldeten das Kastensystem nicht, weßhatbsie auch außer dem Gesetze stehende Barbaren (Mletchas) blieben.

Aelreste Geschichte.

Die Wanderungen und Kriege, welche zur Einsetzung der Kastenführten, bilden für uns die älteste Thatsache in der indischen Ge-schichte. Die nächste wäre der Streit zwischen den Koros und Pan-dos, welche in den Dichtungen besungen und auf den Denkmälernverbildlicht ist. Die zur Bestimmung der indischen Chronologie an-

Unsere Ansicht stützt sich auf eine Tradition von Canara, welche gegenvor Chr. zu Banavassi eine Dynastie von 77 Königen, welche diePariaS unterwarfen, herrschen läßt. (älark VV i I!e r;. Küekclies al8«ntl> lünelastan). Die nationale Verschiedenheit wird auch durch dieVerschiedenheit der Hautfarbe bestätigt, deren bereits vor 3000 Zährender Ramayan erwähnt. Im 1.Gesang stößt der Sohn Vasista's Ver-wünschungen wider den Maja Trisan kn aus, dein er wünscht, er mögesich in einen Schiandala verwandeln. „Während der Nacht verwandeltesich der König gänzlich; am nächsten Morgen erschien er in unförm-licher Gestalt, als wahrer Schiandala Er trug blaue Unterkleider,die von außen eckelhast'waren; seine Augen waren entzündet und vonKupftrfarbe ; er selbst hatte eine häßliche braune Affensarbe; das königlicheGewand hatte eine Bärenhaut ersetzt und all sei» Geschmeide hattesich in Eisen verwandelt/'