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Quintessenz der Vedas nennen. Sie lautet folgendermaßen : „Wirbringen dir dieses neue und treffliche Lob deiner selbst dar, Quelledes Lichts und der Freude, göttliche Sonne Nimm
mit Wohlwollen auf das Gebet, welches ich an dich richte. Näheredich dieser Seele, die nach dir dürstet, welche dich sucht, wie einverliebter Mann den Gegenstand seiner Neigung. Möge die gött-liche Sonne, welche alle Welten anschaut und durchdringt, uns unterihren Schutz nehmen. Ach ! denken wir nach über dieses anbetungs-würdige Licht der göttlichen Neglerin (suviiii)! Sie möge unserVerständniß leiten. Hungernd nach dem Brode des Lebens, wollenwir um die Gaben dieser glänzenden Sonne flehen, welche mit heißerAndacht angebetet werden muß. Ehrwürdige Männer, geleitetdurch die Vernunft, begrüßet diese göttliche Sonne mit Huldigungenund Lobpreisungen
Ein symbolischeres Gebet wird an den Hund gerichtet , welcherHüter des Thicrkrcises ist, wo die mit dem Monde identifizirteVaruna wohnt: „Hüter dieser Wohnung, sey uns gewogen;mache, daß sie für uns heilsam sey; bewillige uns, was wir vondir erflehen. Laß gedeihen unsere Thiere, zwei- und vierfüßige.Hüter dieser Wohnung, vermehre uns und unsere Güter. O Mond,du Vielerfahrener, behüte vor Abnahme uns, unsere Kühe undPferde, beschütze uns wie ein Vater seine Kinder. Hüter dieserWohnung, mache, daß wir uns vereinigt finden im Lande der Glück-seligkeit, in dem von dir bewilligten herrlichsten Schatz des Entzückensund Wohllauts. Nimm unter deinen Schutz unsere Reichthümer,heute und in der Zukunft, und befreie uns vom Bösen."
Folgendes ist eine Hymne des Samaveda, welche die Ver-wandten eines Verstorbenen, nachdem sie ihn begraben haben, ohneThränen und Wehklagen hersagen müssen: „Thöricht der, welcher vommenschlichen Körper Dauer erwartet! Er ist nicht haltbarer als derPalmzweig, flüchtig wie der Schaum des Meeres. — Aus den fünfElementen der Natur gebildet, löst sich der Körper wieder in selbeauf und geht dahin, wo er von den in seinem bisherigen Lebenbegangenen Handlungen Rechenschaft ablegen muß. Man muß ihnnicht bedauern. — Die Erde vergeht, es vergehen Meere undGötter, und der Mensch, ein Lufthauch, entginge der Zerstörung? —Ist er niederer Ordnung, um so eher muß er vergehen; je höher
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