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ward, verwandelte er sich in einen Eber, besiegte den Riesen, hobdie Erde mit seinen Hauern auf, und setzte sie ins Gleichgewichtauf das Weltmeer. Ein andercsmal siegte er, indem er sich ineinen Menschen-Löwen verwandelte. Man erkennt leicht in diesenaufeinanderfolgenden Verkörperungen einige Züge der Urgeschichteder Welt und der Entfaltung der belebten Schöpfung, vom Fischezum Amphibium, Vierfüßer, bis zum Menschen.
Durchweg bekundet sich ein Fortschritt, ein Sieg des guten Prin-cips über daS böse, eine steigende Vollkommenheit und Macht- Einandermal nimmt Wischnu die Gestalt des Zwerges Trivicrama(der drei Schritte) an, zeigt sich dem Riesen Mahabali, der diedrei Welten erobert hatte und ihn nicht kennt, und verlangt von ihmdrei Schritte Erde. Diese werden ihm bewilligt. Da entfaltet derZwerg seine ungeheuren Beine; mit einem Schritte mißt er dieErde, mit dem zweiten den Himmel, mit dem dritten die Hölle.Beim sechötenmale nimmt Wischnu die Gestalt eines armen Brah-miueu an, um die Dynastie der Sonne zu züchtigen; nach ihrerBeilegung zieht er sich auf die Kette der Gatis zurück, deren Fußdamals das Meer bespülte, und erweist seine Göttlichkeit, indem erdie Küste Malabar aus dem Wasser emporsteigen läßt.
Seine siebente Verkörperung, die prächtigste von allen, war diedes Krisna, einer mystischen Sonne, Opfer und Geopferter, Ge-mahl aller reinen Seelen, denen er jich mittheilt und die ihm sichmittheilen, hiedurch die allgemeine Theilnahme der Guten an Gottbildend. Nach dem Bagavad-Pnrana ward Krisna unter mensch-licher Gestalt geboren in den heiligen Wiesen des Ganges, wo erals Schäfer mit der Schalmei einen Chor unschuldiger Schäferinnen(^opis) anführt, die ihn alle innig lieben »nd von denen eine jedesich als die ausschließliche Besitzerin seines Herzens hält; er regeltihren Kultus durch die Töne der Flöte, wie die Sonne den Neigender himmlischen Sphären leitet. Als er noch Kind war, warf ihmseine Amme eines Tages Unversöhnlichkeit vor: er öffnete den Mundund sie erblickte darin das Weltall in aller seiner Herrlichkeit.
Schiwa.
Die dritte Person der indischen Trinität, Schiwa, der großezerstörende und erzeugende Gott cleo), reitet auf einem
weißen Stier. Er ist silberfarbig, hat fünf Köpfe, ein Auge aufder Stirne und über demselben den Halbmond und das obscöneSymbol. Er heißt auch Nilcantmadiu, d. i. großer Gott mit