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Erster Band
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welche, indem sie ihn bestraft, den Hochmuth Brahmas, d. i. derCreatur, reinigt. Die Emanation ist übrigens der hervorragendeZug, da der Schöpfer, um sein Werk zu vollenden, selbst mit Seeleund Leib in seine verschiedenen Geschöpfe übergehen mußte. Einesolche Lehre setzt sich den Zweck, den Abgrund aufzufüllen, welcherdie reine Intelligenz von der groben Materie trennt; indem sieden Menschen zum Vermittler zwischen Gott und der Welt machte,verglich sie beide mit einander, und da sie Hiebei das nämlichePrinzip unter verschiedenen Formen entdeckte, behauptete sie dieIdentität der Substanz in der Veränderlichkeit der Phänomene undschloß, Welt und Mensch seyen die reinen Formen und die Aehn-lichkeiten Gottes; sodann vernichtete sie, das Scheinbare beseitigend,um zum Wesen zu gelangen, die Erscheinung von der Substanz underklärte, alles sey Gott, Gott allein bestehe, außer ihm sey allesTrugerscheinung.

Göttinnen.

Das ist also die Consequenz des Irrthums, die Verneinung!Uebrigens erhebt sich diese pantheistische Theologie der Jndier ineinzelnen Stellen der Vedas zu den erhabensten Anschauungen. DreiHauptgöttinnen bilden eine andere, eine weibliche Trinität: Para-sacti, Göttin oder schöpferische Kraft des Brahma, welche, alsdessen Gattin, den Namen Saraswati annimmt und zur Göttinder Beredtsamkeit und des Wohllauts wird; Sri oder Lacmi,was die Schöne bedeutet, ist die'Gattin Wischnus, Göttin des Acker-baus und Lehrerin des Säens; ihre angeschwollenen Brüste sinddas Zeichen des UeberflusseS, weßhalb man sie auch Großmutternennt; als Bild der Hervorbringung trägt sie den aufgeblühtenLotos in der Hand und den Lingam auf dem Haupte; sie entstehtaus dem Meerschaum und ist erzeugt von Maya oder Prakriti,d. i. der Natur, welche, vom Gott Schiwa schwanger, den Camos —entsprechend dem Horus der egyptischen Isis — in ihrem Schooßcträgt; sie bringt das erlösende Kind zur Welt, welches, gleich demgriechischen Cupido, einen Löwen reitet und in der Hand den Bogen,auf der Schulter den Köcher mit fünf Pfeilen — mit Beziehung aufdie fünf Sinne — trägt; seine Mutter folgt ihm, umgürtet mitBlumen und Früchten, von einem Papagei getragen, während dieentsprechende griechische Göttin von Tauben gezogen wird. Diedritte Person dieser Trinität, Bavani, oder Parvati, Ganges,Gattin des Schiwa, entspricht der Ceres, wie die beiden andern derMinerva und Venus.