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werden in irgend eine Kaste verpflanzt, die der Dunkelheit anheim-gefallenen werden in die Thierwelt versetzt. Jede Verwandlung hatverhältnißmäßige Stufen. Wer einen Brahminen tödtet, wird ineinen Esel oder Hund verwandelt, zum Wurme wird der Brahminc,der gebrannte Wasser trinkt, der Kvrndieb wird zum Schwan, derFleischdieb zum Geier, wer wohlriechende Essenzen stiehlt, wird zurMuskatratte.
Die Seligkeit gewinnt man durch strenge Andacht, durch dieErkenntniß Brahmas, durch die Beherrschung der Sinne, durchVermeidung bösen Thuns, durch Erforschung der Vedas, um zurErkenntniß der höchsten Seele, welche die Hauptwissenschaft ist, zugelangen. Wer aus selbstischen Gründen Gutes thut, gelangt höchstenszum Rufe eines Deva; wer einzig und allein nach der Erkenntnißdes göttlichen Wesens strebt, wird sich von allen irdischen Bandenbefreit und hienicden noch in allen Wesen die höchste Seele und indieser alle Wesen sehen, sodann gelangt er zur Unsterblichkeit.
Hier bereits leuchtet der Pantheismus Manus hindurch, dersich dann in folgenden Worten klar herausstellt: „Die Seele istalle Götter; in der höchsten Seele beruht das Weltall; sie bringtdie Reihe der lebenden Wesen hervor. Das große Wesen, feinerals ein Atom, alle auS den fünf Elementen gebildeten Wesen insich bergend, führt sie allmälig von der Geburt zum Wachsthum unddann zur Auflösung. Demzufolge wird der Mensch, welcher inseiner eigenen Seele die in allen Geschöpfen gegenwärtige höchsteSeele erkennt, sich allen gleich erweisen, und endlich in Brahma auf-gehen."
Gleich wie das Gesetzbuch der Hebräer uns die Gebräuchedieses Volkes zeigt, so gewährt uns auch dieses, welches von denJndiern mit nicht geringerer Sorgfalt behütet wird, ein erstaunlichgenaues Bild ihrer Sitten zwölf Jahrhunderte v. Chr. Keineswegsbefand sich übrigens zu dieser Periode jenes Volk in der ersten Ju-gend : bereits war die Unterscheidung der Kasten eingesetzt, welchesich auf die Vedas gründet; deren Erklärung hatte eine reicheLiteratur und abweichende Meinungen hervorgerufen, in welchen sichdas Schauspiel der gegen das Joch der Autorität sich sträubenden,allein von der Gewalt und der Gewohnheit im Zaum gehaltenenVernunft uns darbietet. Ward er auch als eine auf die Erde her-niedcrsteigende Gottheit betrachtet, so hatte der König doch für seinenThron und sein Leben nicht weniger zu fürchten. Er mußte häufigschwere Strafen verhängen, den Schwachen, und besonders das Weib