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zu verschaffen und theilte sie den gelehrten Gesellschaften mit. InFrankreich durchforschte diese Burnouf") und glaubte, es sei ihmendlich gelungen, die bis daher unbekannt gebliebene wahre Gestaltdieses Kultus in diesen entdeckt zu haben; er beschäftigte sich indes-sen mit dem Wiederaufleben des Buddhaismus in Indien, wo erentstand und wuchs und sich aus freien Stücken entfaltete, obgleicher daselbst seit vielen Jahrhunderten als häretisch verschrieen ist;und es ist wahrscheinlich, daß die tibetanischen, chinesischen undtartarischen Werke in Betreff dieser Religion eben nur aus dem In-dischen übersetzt sind.
Kangiur heißt in Tibet die ungeheure Sammlung aller hei-ligen Bücher des Buddahismus, Werke Buddha's und seiner Schü-ler, deren und der Patriarchen Lebensbeschreibungen, Verhandlun-gen der Conzilien, überhaupt die ganze kanonische Literatur dieserReligion. Diese Werke sind auf Holz geschnitten nach der Weiseder Chinesen, und der Lama von Butan, in dessen Verwahrung siesich befinden, läßt von Zeit zu Zeit einige Exemplare davon fürdie Kirchen und Schulen abdrucken. Der berühmte Reisende Comavon Körös brachte davon die erste Kunde nach Europa. DieserMärtyrer der Wissenschaft, welcher glaubte, die Ungarn mochtenStammesgenossen der Ugori und die Magiaren desselben Stammeswie die Mawari in Tibet sein, reiste zu Fuß und von milden Ga-ben lebend ab und gelangte in sieben Jahren von Siebenbürgen nachLhrassa (1622), indem er unter dem Schutze orientalischer Gastfreund-schaft, wo sich weder Consuln noch europäische Gelehrte befanden,die Länder, die auf seinem Wege lagen, durchforschte. In den ti-betanischen Gebirgen eingeschlossen, ergab er sich mit Eifer dem Stu-dium der tibetanischen Sprache und machte sich zum geduldigen Schü-ler der eingebornen Gelehrten und Priester. Mit der Weisheit Ti-bet's ausgestattet, verfügte er sich nach Indien, wo die asiatischeGesellschaft ihn zu ihrem Bibliothekar annahm; er veröffentlichtenun eine Grammatik und ein Wörterbuch des Tibetanischen, wieauch eine Erklärung des Kangiur, von dem er ein Exemplar mitge-bracht hatte. Der Tod (1842) verhinderte ihn, nach Tibet zurück-zukehren und seine Forschungen fortzusetzen.
Die nepalesische Sammlung, welche als eine Reihenfolge geof-fenbarter, während des Lebens von Sakia Muni gemachter Aus-
Inti>o<Iuoti»n L I'Nistoiie ilu Unu<I6I>ismc iiiäiv». 1815.