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Armen den Unterhalt erwerben, darin besteht die Beschäftigung derTalapoini
Hier findet demnach ein merkwürdiger Widerspruch statt: eineReligion der Liebe, die nicht civilisirend wirkt, welche keinen Gottanerkennt und auf dem einfachen Worte eines Menschen beruht, derdas Nichts (mi-vann) predigt.
Vier Sekten zeigen sich in dieser Religion. Die Naturphilo-sophen (Svakavikas) leugnen das Daseyn des geistigen Prinzipsund die endliche Erlösung vermittelst ewiger Ruhe oder des absolutenraumlosen Nichts. Die Theisten (^isvnrikus) nehmen einen ein-zigen, aus Mehreren bestehenden Gott an, der auch definirt wirdals der erste einer Dualität, deren zweites Prinzip die gleich ewigeMaterie ist; die von ihm geschaffenen Seelen umkreisen seinen Schoos,um dem harten Schicksal der Wanderung zu entgehen. Die Be-kennet der vom Gewissen begleiteten moralischen That, sowie dieAnhänger der Kraft, d. i. der gleichfalls vom Gewissen begleitetenintellektuellen That, entstanden aus dem Streben, den Quietismusder genannten Sekten zu bekämpfen, welche Gott die Thätigkeit,dem Menschen die Freiheit absprechen; man kann sie daher kurzMoralisten und Spiritualisten nennen, welche auf die Naturalistenund Theisten folgten.
Die buddhistischen Bücher wurden nach dem Tode des Saks»Muni von 500 Asceten zusammengestellt; 110 Jahre später ver-anstalteten 700 Ehrwürdige eine neue Ausgabe; nach weitem 300Jahren veranlaßte die Zersplitterung des Buddhaismus in 18 Sekteneine andere Zusammenstellung der kanonischen Schriften. So wurdendie alten Bücher umgestaltet und neue hinzugethan.
Geschichte des Buddhaismus.
Zu welcher Zeit entstand der Buddhaismus? Einige schreibenihm ein höheres Alter, als dem Brahmaniömus zu. Indessen ge-
Selbst Schlegel komm nicht begreifen, worin die neue Lehre Buddha'suud der Widerspruch des Brahininisnms bestehe. Es kann nicht derMonotheismus seyn, sagt er, denn dieser wird gleicherweise von denBrahminen bekannt; auch der Pantheismus und die Versenkung inGott könuen es nicht sehn denn sie find als Dogmen in die kanonischenBücher aufgenommen; ebenso wenig das Verbot des Blutvergießens, dasbereits von den brahminischen Heiligen eingeführt ward.— Nach Balbizählt der Buddhaismus 170, nach H assel 316 Millionen Anhänger. Dadiese größtentheils über uncultivirte Länder zerstreut sind, so ist einegenaue Zahlung unmöglich.