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seine dortigen Anhänger weder auf Ceylon die reinen Ueberlieferungenerforschen, noch die weitere Ausbildung des Chinesen einführen wollten.
Wahrscheinlich im 6. Jahrhundert gelangte er nach Japan undKorea, während er gegen Norden und Westen sich unter den tarta-rischen und gothischen Völkern ausbreitete.
Die Suprematie deS in China residirenden Patriarchen wurdenicht von Allen anerkannt, insbesondere nicht von den Tibetanern, weilsie ihren Glauben an einer andern Quelle geschöpft hätten. Alsindessen China von den Mongolen erobert wurde, und die Nachfolgerdes Gengis-Kan ihre Herrschaft von Japan nach Egypten undvon Schlesien nach Java ausdehnten, ward der am Hofe eines so mäch-tigen Herrschers residirende Patriarch, von dessen Ruhm getragen, zurköniglichen Würde erhoben. Da er nun zufällig ein Tibetanerwar, wurden ihm seine Besitzthümer in diesem Lande zugewiesen;er nahm den Titel Lama an, was im Tibetanischen Priesterbedeutet, und gab der Hierarchie und seiner monarchischen Gewalt einefeste Grundlage.
In Indien ward der Name Buddha proscribirt; man warfsogar über den alten Buddha, die göttliche Verkörperung Wischnus,einen dichten Schleier. Der Tag, welcher den Namen deS unterder Herrschaft dieses Gottes stehenden Planeten trägt, galt alsunglücklich, und die wenigen Buddhaisten, welche in Indien blieben,wurden als Häretiker betrachtet und auf eine Stufe mit den Giay-nas gestellt.
Schließen wir mit einigen übersichtlichen Vergleichungen. DieSprache der Griechen, welche nach diesen eine selbststäudige Ur-sprache seyn soll, erweist sich, eher denn als ähnlich, als übereinstim-mend mit dem Sanskrit, so daß man sie für abgeleitet von demletztem halten muß; es gibt keine Sprache, die-mit dem Sanskriteinen so großen gemeinschaftlichen Schatz von Begriffen besäße. Dieindische Mythologie ist identisch mit der griechischen, wie sich nichtsowohl aus einzelnen Ähnlichkeiten, die wir nachwiesen, sondern ausdem ganzen Wesen, der Hierarchie, den charakteristischen Attriburender verschiedenen Gottheiten ergibt. Die Religion wie die Philosophiesetzen sich in Indien die Erlösung als Zweck, die Seelenwanderungals Mittel, und dies ist auch des Pythagoras und Plato philo-sophische Grundanschauung. Könnten wir nun diese Uebereinstim-mung der Sprache, der Religion, der Philosophie für zufällig, fürdas Ergebniß der Identität des menschlichen Geistes halten? Wennwir daher im Dharma-Sastra lesen, wie mehrere Geschlechter der
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