Band 
Vierter Band.
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Wir haben bereits erwähnt, Augustus könne Tiberius inder Erwartung zu seinem Nachfolger bestimmt haben, daß die Bös-artigkeit dieses Sohnes der Livia seine Mäßigung in einem um soschönern Lichte erscheinen lassen werde, und in der Voraussicht dessen,was Nom zu leiden haben würde unter der langsamen Unterdrückungdieses unentschlossenen, mißtrauischen, heuchlerischen Mannes AlsTiberius sich im Kriege Auszeichnung erworben hatte, veranlaßteihn August, Vipsania Agrippina zu verstoßen, um seine Toch-ter Julia zur Gattin zu nehmen, und verlieh ihm, ausser mehrerenEhrenstellen, auch die Tribunatsgewalt; er konnte daher erwarten,zur Nachfolge berufen zu werden, als er sehen mußte, wie der alteKaiser seine Gunst den Söhnen Agrippa's zuwandte. Gleicher-maßen aus Verdruß, wie um dem ängstlichen Kaiser jeden Argwohnzu benehmen, führte er 8 Jahre lang zu Rhodos ein derart zurück-gezogenes Leben, daß er sogar die Toga ablegte und der Küste nichtnahe kam, um von den Schiffern nicht gesehen zu werden; dagegenverkehrte er mit Wahrsagern, und ließ sie von der Terrasse seinesvon Felsen umschlossenen Hauses die Gestirne über seine Zukunft be-fragen. Gefiel die Antwort ihm nicht, so stürzte den ungeschicktenSterndeuter bei seiner Rückkehr ein Freigelassener vog den Felsenhinab. Eines Tages verkündete ihm der Grieche Thrasylloö eineKrone. „Und was verkündest du dir selbst?" fragte ihn Tiberius.Der kluge Astrologe forscht weiter, und ruft erblassend aus, daß ihneine große Gefahr bedrohe. Hierauf umarmt ihn Tiberius undweiht ihm von diesem Augenblicke an ebenso viel Freundschaft alsAchtung.

Mit allem Stolz der Familie Claudia blickte er aus dieserZurückgezogenheit unverwandt und sehnsüchtig auf den Thron. So-bald der Tod der Söhne Agrippa's (2) (der wahrscheinlich seinWerk) ihm dazu den Weg gebahnt hatte, kehrte er nach Nom zurück.Als Adoptivsohn Aug ust's, sah er sich nach dessen Tode (14, 8. Aug.)

. Sehr gute Dienste leisten die numismatischen Forschungen vonLe Baillant, Coole, namentlich Loleel, vootrlna, numyiornin vo-rerum.

Ein schönes Werk ist VIiLmxixni, Oesru-s. (Deutsch unterdem Titel: Die Cäsaren. Gemälde der 'römischen Welt unter den erstenKaisern. ÄuS dem Franz, des Grafen von Champigni. Von Albin"Bischofs. 3 Bde. Wien, 1841.

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