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Wache halten, damit kein Geräusch seinen Schlummer störe. Cali-gula gab ihm eine Stelle unter den Priestern und bestimmte essogar zum Consul für das nächstfolgende Jahr. Er liebte den Tra-göden Apelles, seinen vertrauten Rathgeber, und einen Wagen-führer im Circus, Citicus, dem er in einer Orgie 2 Mill. Se-stertien schenkte. Sein Liebling war auch der Mime Mnester, dener im Theater öffentlich liebkoste; ließ sich während des Auftretensdieses Günstlings das mindeste Geräusch vernehmen, so konnten dieRuhestörer einer Züchtigung von kaiserlicher Hand gewärtig sein. Ei-nem Ritter, den er einstmals nicht sehr aufmerksam fand, gab er einSchreiben zur Besorgung an den König Ptolemäos von Mauri-tanien; der ganz erschreckte Bote macht die weite Reise und erscheintvor dem afrikanischen König. Dieser aber findet im Schreiben nichtsals die Worte: Laß dem Ueberbringer weder Gutes noch Uebleswiderfahren. Einer Geliebten strich er zärtlich das Haupt; er findees sehr schön, sagte er, um so mehr, da er es mit einem Zeichenfallen machen könne. Merkwürdig war seine große- Liebe zu seinemWeibe Cäsonia, die doch weder jung und schön noch geistreichwar, weßhalb man sagte, sie habe ihn mit Tränken bezaubert; esmochte ihre ungeheure Geilheit sein, die ihn anzog. Seinen Freundenzeigte er sie nackt und vor den Soldaten zu Pferde in Helm undChlamys. In einem Anfall blutdürstiger Liebe sagte er zu ihr: Eswandelt mich die Lust an, in deinen Eingeweiden, wie in denen einesOpfers, nach der Ursache meiner großen Liebe zu dir zu suchen. Mitseinen Schwestern lebte er wie mit Gattinnen, und namentlich liebte erDrusilla. Als sie starb, befahl er, nur bei ihr zu schwören. EinSenator erklärte, er habe sie zum Olymp emporsteigen sehen. AlleRömer legten Trauer an und durften bei Todesstrafe nicht lachen,kein Bad nehmen, mit ihren Weibern und Kindern nicht essen. Dakam Caligula nach Rom zurück: Warum eine Göttin beweinen?rief er aus, und bestrafte gleicherweise die Weinenden wie die Frohen.Das Nämliche that er am Jahrestage der Schlacht bei Actium: Daer von Augustus durch seine Mutter und von Antonius durchseine Großmutter abstammte, waren bei diesem Anlaß Munterkeitund Traurigkeit in seinen Augen gleich verbrecherisch.
Er liebte übrigens das Volk nach seiner Weise, gab ihm Schau-spiele und Geschenke von bisher unerhörter Pracht und Verschwen-dung. Er beklagte, daß nicht irgend ein großes Unglück eintrat, umihm Gelegenheit zu bieten, sich großmüthig zu zeigen. Dagegen läßter auch, während dieses so geliebte Volk auf seinen Befehl im Theater