Band 
Fünfter Band.
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gor VII, Alexander III, JnnozenS III, Gregor IX fana-tische Betrüger sein/ die nur darauf aus wäre«/ die Unwissenheitund den Aberglauben zu ihrem Besten auszubeuten; folgerecht galtalleS/ was das Mittelalter erwirkt hatte/ als das Werk der Un-wissenheit und des Aberglaubens.

Alsdann erschien die Philosophie des verflossenen Jahrhun-derts mit der ausgesprochenen Tendenz/ alle politische und religiöseHierarchie umzustürzen als im Widersprüche stehend mir der bür-gerlichen Gleichmacherei/ wonach eine vorgerücktere Zeit zu strebendas Recht habe. Die eine wie die andere dieser Hierarchien ver-dankten ihre Entstehung und Befestigung dem Mittelalter; Grundgenug / als geistige Selbstständigkeit und Sinn für Freiheit gel-tend zu machen die Verspottung und Bekämpfung desselben inVerbindung mit der Bekriegung des katholischen Glaubens nichtnur/ sondern überhaupt des Christenthums.

Wie das häufig zu geschehen pflegt/ hatte die Freiheit dieZwingherrschaft zum Bundesgenossen, indem die Fürsten sich vondem Zügel/ welchen ihnen die geistliche Autorität auferlegt hatte,als eö für sie keine andere Autorität gab, befreien wollten. Umdieselbe/ als fie ohnehin zu einem Schatten hingeschwunden war,vollends zu vernichten/ griff man fie im selben Augenblicke amwo fie das einzige und wirksame Gegengewicht gegen die Machtdeö AdelS war/ welcher der Schwäche des armen Volkes und derBildung deS Klerus Hohn sprach. Dazu kam noch, daß katholischeSchriftsteller sogar die Beziehungen der Päpste zu ihrem Jahr-hundert und ihre Kämpfe mit der weltlichen Gewalt verkanntenund verläumdetcn/ was die Schwierigkeit des Verständnisses vonZeiten/ wo die päpstliche Macht eine souveräne Gewalt ausübte/noch erhöhen mußte.

Die natürliche Neigung/ die vergangenen Dinge nach demBilde der gegenwärtigen zu modeln/ ist eine fruchtbare Quellevon Irrthümern; es ist dem Menschen allzulästig/ aus dem Zirkelseiner Anschauungen und Gewohnheiten herauszutreten: wenn einegeistreiche Lüge ihm die Entdeckung der Mondbewohner vorerzählt/so gibt er ihnen menschliche Gestalt und verleiht ihnen unsereFertigkeiten und Gebräuche. Eine Zeit/ deren Charakter einenirgends über das Gewöhnliche hervorragende Mittelmäßigkeit ist,kann nur unreife Urtheile fällen über Epochen und Menschen,welche über das gewöhnliche Maß hinausgehen. Wer nur Rück-sicht nimmt auf die Geschliffenheit und Glätte der Sitten, auf